Gaza-Streifen: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu droht Hamas Vergeltung für Beschuss an

Reaktion auf Raketenbeschuss : Israels Ministerpräsident Netanjahu ordnet „massive Angriffe“ im Gazastreifen an

Mehr als 400 Rakten wurden am Wochenende aus dem Gaza-Streifen in Richtung Israel abgefeuert. Jetzt hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der Hamas als Drahtzieher der Angriffe gedroht. Sie werde einen „hohen Preis“ bezahlen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Militär angewiesen, die nach seinen Worten "massiven Angriffe" gegen militante Palästinenser im Gazastreifen fortzusetzen. Die Truppen am Gazastreifen würden zudem durch Panzer, Artillerie und Einheiten der Infanterie verstärkt, teilte Netanjahu am Sonntag mit.

Am Gazastreifen kam es den dritten Tag in Folge zu Gewaltausbrüchen. Im israelischen Aschkelon wurde nach Polizeiangaben ein 58-jähriger Mann beim Einschlag einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete getötet. Zwei bewaffnete Palästinenser wurden durch israelische Angriffe getötet. Das israelische Militär erklärte, seit Freitag seien über 450 Raketen auf südisraelische Städte und Dörfer abgefeuert worden. Das Militär habe seinerseits etwa 220 Ziele angegriffen, die militanten Gruppen im Gazastreifen zugeordnet würden.

Die Türkei rief die internationale Gemeinschaft wegen des Vorgehen Israels im Gazastreifen zum Handeln auf. Ziel müsse es sein, die durch "die unverhältnismäßigen Maßnahmen Israels" zugenommenen Spannungen in der Region abzubauen, erklärte das Außenministerium in Ankara in der Nacht zum Sonntag.

(mja/reuters)
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