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Präsidentschaftswahl in Italien: Fünfter Wahlgang gescheitert - Napolitano tritt wieder an

Präsidentschaftswahl in Italien : Fünfter Wahlgang gescheitert - Napolitano tritt wieder an

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano (87) tritt zu einer Wiederwahl an. Das ließ er am Samstag kurz vor der sechsten Runde zur Wahl eines neuen Staatschefs in Rom mitteilen. Zuvor hatte der fünfte Wahlgang ergebnislos geendet. Kein Kandidat erreichte die notwendige Anzahl der Stimmen,

Das bisherige Staatsoberhaupt war vor allem von der Linkspartei Pier Luigi Bersanis gebeten worden, nach dem Scheitern zweier Kandidaten einer erneuten Kandidatur zuzustimmen. Auch der amtierende Ministerpräsident Mario Monti richtete eine entsprechende Bitte an den Präsidenten.

Der 87-Jährige kann voraussichtlich mit einer breiten Unterstützung der Wahlversammlung rechnen und könnte dem Parlament aus dem Patt helfen. In den vergangenen Monaten hatte es Napolitano noch mehrfach abgelehnt, seine siebenjährige Amtszeit zu verlängern.

Die fünfte Runde der Präsidentschaftswahl in Italien hat die 1007-köpfige Wahlversammlung am Samstag keinen neuen Staatschef bestimmt. Insgesamt 462 Mitglieder des Gremiums aus Abgeordneten, Senatoren und Vertretern der Regionen blieben der Abstimmung am Vormittag fern oder gaben leere Stimmzettel ab.

Der von der Protestbewegung Fünf Sterne des früheren Komikers Beppe Grillo ins Rennen geschickte Kandidat Stefano Rodotà, ein Verfassungsrechtler, erhielt letztlich nur 210 Stimmen.

Im vierten Wahlgang war am Freitag der Ex-Regierungschef und frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi gescheitert. Der Chef des Mitte-links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, der Prodi ins Rs Parteichef an.Sowohl Bersani als auch der Chef der rechtskonserennen geschickt hatte, kündigte daraufhin wegen mangelnder Unterstützung aus seiner Demokratischen Partei (PD) seinen Rücktritt alvativen Partei Volk der Freiheit (PdL) und ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi empfahlen ihren Anhängern, sich in der fünften Wahlrunde zu enthalten. PD und PdL riefen zudem Staatschef Giorgio Napolitano, dessen Amtszeit am 15. Mai endet, dazu auf, sein Amt zu behalten. Dies hatte der 87-Jährige zunächst abgelehnt.

(AFP)