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Foto aus Situation Room: So erlebte Donald Trump den Tod von IS-Chef al-Bagdadi

Foto aus dem Situation Room : So erlebte Trump den Tod von IS-Chef al-Bagdadi

Das Foto aus dem Situation Room des Weißen Hauses, das Barack Obama in den Momenten der Tötung Osama Bin Ladens zeigte, ging 2011 um die Welt. Auch beim riskanten Einsatz am Samstag drückte ein Fotograf ab. So erlebte Trump die dramatischen Momente.

Zwei hochriskante Angriffe, zwei dramatische Momente im Weißen Haus. Fotos, die bei den Tötungen des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden 2011 und des IS-Chefs Abu Bakr al-Bagdadi am Samstag entstanden sind, halten die deutlich verschiedenen Stile der Präsidenten Barack Obama und Donald Trump fest.

Das Weiße Haus veröffentlichte am Sonntag ein Foto von Trump mit fünf seiner ranghohen Sicherheitsberater, als sie den nächtlichen Einsatz gegen Al-Bagdadi in Syrien verfolgten. Es zeigt die sechs Männer, die alle in dunkle Anzüge oder Militäruniformen gekleidet sind, wie sie für die Kamera posieren und mit strengem Blick nach vorne schauen. Sie sitzen um einen Tisch. Über Trumps Kopf ist das Präsidentensiegel zu sehen.

Das Foto lädt zu einem Vergleich mit einem Foto vom Situation Room ein, das von der Regierung des damaligen Präsidenten Obama nach dem Einsatz im Mai 2011 gegen bin Laden veröffentlicht wurde. Darauf posierten die Personen offenbar nicht, 13 Gesichter sind ganz oder zum Teil zu sehen. Obama trägt ein Polohemd und eine Jacke, er sitzt auf einem Klappstuhl mit gekrümmtem Rücken und nicht im Zentrum des Fotos. Die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat das ausdrucksstärkste Gesicht auf dem Foto. Eine ihrer Hände ist über ihren Mund gehalten. Der damalige Verteidigungsminister Robert Gates sitzt neben ihr mit eng verschränkten Armen.

Das Bild aus dem Jahr 2011 spricht eine deutlich andere Sprache. Foto: AP/Pete Souza

Auf dem Trump-Foto sitzt der Präsident im Zentrum und blickt ernst. Es spiegelt auch wider, wie eng der Beraterkreis ist, den Trump zurate zieht. Für den Betrachter links neben Trump sind der nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien und Vizepräsident Mike Pence. Rechts sind Verteidigungsminister Mark Esper, der Generalstabsvorsitzende Mark Milley und der Brigadegeneral Marcus Evans.

Das weniger förmliche Foto der Obama-Regierung von 2011 lässt Anspannung vermuten. Das Team des Präsidenten beobachtet in dem Foto den Angriff, bei dem Navy Seals bin Laden in Pakistan töteten. Der Raum ist so voll, dass das Präsidentensiegel kaum sichtbar ist. Das volle Zimmer scheint widerzuspiegeln, dass Obama eine größere Anzahl Berater um sich hatte und dass er Interesse daran hatte, sich eine große Anzahl von Meinungen einzuholen.

(lukra/dpa)