Fall Sergej Skripal: Russland will britische Diplomaten ausweisen

Fall Skripal: Russland will britische Diplomaten ausweisen

Der Druck auf Russland wird größer: Nach den Beschuldigungen von London und den USA stellt sich nun auch Frankreich hinter Großbritannien und macht Moskau für den Angriff auf Sergej Skripal verantwortlich. Derweil droht Russland britischen Diplomaten.

"Frankreich stimmt dem Vereinigten Königreich zu, dass es keine andere plausible Erklärung gibt", erklärte Macrons Büro am Donnerstag. Großbritannien habe seit Beginn der Woche über die von Ermittlern gesammelten Beweise informiert. Macron telefonierte zuvor mit Premierministerin Theresa May. Frankreich bekräftigte zudem seine Solidarität mit Großbritannien.

Derweil will Russland im Streit mit Großbritannien wegen des Anschlags auf einen Ex-Spion bald britische Diplomaten des Landes verweisen. Man werde mit den Ausweisungen in Kürze beginnen, zitierte die Nachrichtenagentur RIA den russischen Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag.

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Die Regierung in London hat wegen des Attentats Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt und unter anderem 23 russische Diplomaten ausgewiesen. Auch die USA machen Russland für den Gift-Anschlag verantwortlich. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

(se)