Exxon-Boss Tillerson soll US:Außenminister werden

Trump holt Ölmanager : Exxon-Boss Rex Tillerson soll US-Außenminister werden

Diese Besetzung im Kabinett Trump ist wohl eine der pikantesten: ExxonMobil-Chef Tillerson soll US-Außenminister werden. Politische Erfahrung hat der Ölkonzern-Boss keine, dafür enge Verbindungen nach Russland.

Der künftige US-Präsident Donald Trump will den Geschäftsführer des Mineralölkonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, nach übereinstimmenden Medienberichten zu seinem Außenminister machen. Trump habe sich festgelegt und die Entscheidung sei auf den 64-Jährigen Ölmanager gefallen, berichteten die New York Times und der Sender CNN unter Berufung auf Trumps Umfeld. Der Republikaner selbst hatte wenige Stunden zuvor erklärt, er wolle seine Wahl am Dienstagmorgen bekannt geben.

Tillerson hat enge Verbindung zu Putin

Im Wahlkampf versprach Trump ein viel besseres Verhältnis zu Russland. Die Berufung Tillersons würde ganz auf dieser Linie liegen.
Tillerson hat enge Verbindungen nach Russland und auch persönliche Bande zu Präsident Wladimir Putin. 2013 erhielt der künftige Chefdiplomat von Putin den Orden der Freundschaft.

Tillerson steht seit 2006 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze von ExxonMobil. Der gebürtige Texaner hat keinerlei politische Erfahrung, das teilt er mit Trump. ExxonMobil macht einen Umsatz von etwa 300 Milliarden US-Dollar. Es operiert auf allen Kontinenten und ist in etwa 70 Ländern vertreten.

Tillerson erwartet im Senat eines der vermutlich härtesten Bestätigungsverfahren, obwohl die Republikaner dort eine Mehrheit haben. Mächtige Senatoren wie John McCain oder Lindsey Graham haben angekündigt, sie hätten wegen der engen Russland-Verbindungen Tillersons eine Reihe von Fragen an ihn.

Mit der Bestallung Tillersons besetzt Trump einen der letzten noch offenen herausragenden Posten seines Kabinetts. Um die Kandidaten war wochenlang spekuliert worden. Zunächst war New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani Favorit, zog aber überraschend zurück. Auf einer Liste aussichtsreicher Kandidaten stand dann plötzlich auch wieder Mitt Romney. Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat hatte Trump im Wahlkampf noch scharf kritisiert.

(juju)