Ex-Spion: Im Fall Skripal informiert Großbritannien die Nato

Ultimatum an Russland abgelaufen: Großbritannien trifft sich mit der Nato

Das Ultimatum an Russland ist abgelaufen, nun wird Großbritannien im Fall des Ex-Spions Sergej Skripal am Mittwoch die Nato einschalten. Ein Gespräch wurde von Außenminister Boris Johnson und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bereits am Vortag vereinbart.

Beide einigten sich darauf, dass Russlands Handlungen die Sicherheit von Nato-Partnern wiederholt bedrohten, etwa das Baltikum, die Balkanländer, die Ukraine und Georgien. Dienstagmitternacht war ein Ultimatum der britischen Premierministerin Theresa May an Russland ausgelaufen, seine mutmaßliche Verstrickung in den Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Skripal zu erläutern. Dass Moskau die Frist verstreichen lassen würde, war erwartet worden.

May erwägt eine Reihe von wirtschaftlichen und diplomatischen Maßnahmen als Vergeltungsschlag nach dem Vorfall. Die USA und die Europäische Union haben Großbritannien dafür Unterstützung ausgesprochen. Etwaige Sanktionen müssten abgesprochen werden, um tatsächlich Auswirkung zu haben.

(gaa)