Nato-Außengrenze EU verurteilt russische „Provokation“ an estnischer Grenze

Brüssel · Das Entfernen von Grenzbojen im Fluss Narva zwischen beiden Ländern sei „inakzeptabel“, kritisierte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag in Brüssel.

Josep Borrell, Leiter der Außenpolitik der Europäischen Union, spricht im Europäischen Parlament. (Archivfoto)

Josep Borrell, Leiter der Außenpolitik der Europäischen Union, spricht im Europäischen Parlament. (Archivfoto)

Foto: dpa/Jean-Francois Badias

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat Russland ein „provokatives Vorgehen“ an der Grenze zu Estland vorgeworfen. Das Entfernen von Grenzbojen im Fluss Narva zwischen beiden Ländern sei „inakzeptabel“, kritisierte Borrell am Freitag in Brüssel. Ähnlich äußerte sich Frankreichs Außenminister Stéphane Séjourné.

„Dieser Grenzzwischenfall ist Teil eines umfassenderen Musters provokativen Verhaltens und hybrider Aktionen Russlands, auch an seinen See- und Landgrenzen im Ostseeraum“, erklärte Borrell. Die estnische Regierung hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass russische Grenzschützer in der Morgendämmerung die Bojen aus der Narva entfernt hätten.

Die estnische Premierministerin Kaja Kallas erklärte, es scheine Teil eines „umfassenderen Musters“ von Moskau zu sein, durch Grenzaktionen „Angst und Schrecken zu verbreiten“. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 hatten sich die Spannungen mit Moskau in diesem Gebiet demnach verschärft.

„Russland hat seine Provokationen vervielfacht“, erklärte der französische Außenminister Séjourné im Onlinedienst X. Er sicherte der estnischen Regierung „volle Solidarität angesichts dieser inakzeptablen aggressiven Handlungen“ zu.

(kkt/AFP)
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