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Zentrale Erfassung von Nebenwirkungen: EU verschärft Arzneimittelüberwachung

Zentrale Erfassung von Nebenwirkungen : EU verschärft Arzneimittelüberwachung

Straßburg (RPO). Die Arzneimittelüberwachung in Europa wird verschärft. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag eine Verordnung, die eine zentrale Erfassung von Nebenwirkungen vorschreibt. Zudem müssen Beipackzettel bald in allen Landessprachen online abrufbar sein.

Bisher werden Nebenwirkungen nur zum Zeitpunkt der Zulassung erfasst. Als besonders tragischer Fall von Langzeitnebenwirkungen gilt das Medikament Contergan. "Durch eine gute Überwachung und bessere Vernetzung können solche Fälle weitgehend vermieden werden", erklärte die CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber.

Die Verordnung gilt ab Mitte 2012. Die Nebenwirkungen müssen dann von den Pharmakonzernen auch nach Zulassung des Medikamentes an die Europäische Arzneimittelagentur EMEA gemeldet werden. Die Parlamentarier versprechen sich von der Maßnahme, dass Medikamente verträglicher werden. EU-Gesundheitskommissar John Dalli sagte, das neue Gesetz werde den Patientenschutz erhöhen.

(apd)