EU schließt Nachverhandlungen zum Brexit aus

Ungeordneter Austritt Großbritanniens immer wahrscheinlicher : EU-Abgeordnete schließen Nachverhandlung von Brexit-Abkommen aus

Kurz vor der Vereidigung des neuen britischen Premierministers Boris Johnson hat das EU-Parlament eine Nachverhandlung des Brexit-Abkommens abermals ausgeschlossen.

Die Brexit-Steuerungsgruppe im EU-Parlament warnte zudem, dass Johnsons Aussagen in jüngster Zeit das Risiko eines ungeordneten Ausscheidens Großbritanniens aus der EU deutlich erhöht hätten. Ein solcher No-Deal-Brexit würde wirtschaftlich großen Schaden anrichten, hieß es in einer Erklärung der Abgeordneten vom Mittwoch.

Johnsons Vorgängerin Theresa May hatte das Abkommen mit der EU ausgehandelt, dafür aber im eigenen Parlament in drei Anläufen keine Mehrheit erhalten. Auch ihre Bitten, das Austrittsabkommen noch einmal aufzuschnüren, um es dann durchs Parlament zu bringen, waren in Brüssel abgelehnt worden. Johnson kündigte im Wahlkampf um ihre Nachfolge an, Großbritannien am vereinbarten Brexit-Termin, dem 31. Oktober, aus der EU zu führen, „komme was wolle“.

(anst/dpa)