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Entwicklungsminister Müller lässt Bauern in Afrika gegen Dürre versichern

Corona-Krise : Müller lässt Bauern in Afrika gegen Dürre versichern

Die Corona-Krise vergrößert die Gefahr von Hungerkatastrophen. Der Welttag gegen Wüstenbildung und Dürre an diesem Mittwoch soll auf die wachsenden Risiken für die Nahrungsmittelversorgung von Milliarden Menschen aufmerksam machen. Deutschland verstärkt seine Unterstützung.

Zum Welttag gegen Wüstenbildung und Dürre an diesem Mittwoch hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) 19 Millionen Euro für Ernteausfallversicherungen in fünf westafrikanischen Ländern zugesagt. „Wir helfen Millionen Kleinbauern, durch die Krise zu kommen“, sagte Müller unserer Redaktion.

In Burkina Faso, Gambia, Mali, Mauretanien und Senegal könnten damit Landwirte ab sofort gegen Dürre versichert werden. Falle der Niederschlag unter ein bestimmtes Niveau, könnten sie damit Lebensmittel für die Familien, neues Saatgut und Futter für ihr Vieh kaufen. Schon vor Corona sei die Ernährungslage auch wegen des Klimawandels in vielen Ländern kritisch gewesen. Corona verstärke die Not und habe zu einer akuten Hungersnot geführt, erklärte Müller. Weitere 130 Millionen Menschen stünden am Rande des Hungertodes.

„Jedes Jahr wachsen die Wüsten weltweit um sieben Millionen Hektar, das ist die Größe der Niederlande und Belgiens zusammen“, machte Müller deutlich. Der Klimawandel verschärfe diese Entwicklung. In der Sahel-Region, die besonders hart vom Klimawandel betroffen ist, habe es in manchen Gegenden seit Jahren nicht geregnet. Weltweit sei so in den letzten Jahrzehnten ein Viertel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche durch Dürren und Wüstenbildung unbrauchbar geworden. „Dies gefährdet die Lebensgrundlagen von drei Milliarden Menschen“, warnte der Entwicklungsminister.