Studie: Eltern wollen ein bundesweites Zentralabitur

Studie : Eltern wollen ein bundesweites Zentralabitur

Die große Mehrheit der Eltern in Deutschland wünscht sich ein bundesweites Zentralabitur. Dafür sprachen sich in einer Umfrage 92 Prozent der befragten Eltern mit schulpflichtigen Kindern aus, wie aus einer am Mittwoch vom Unternehmen Jako-o in Berlin vorgestellten Studie hervorgeht.

Mütter und Väter wünschen sich demnach im deutschen Schulsystem vor allem auch Chancengleichheit und eine bessere Förderung der Kinder.

"Das gegenwärtige föderale System ist aus Sicht einer erdrückenden Mehrheit der Eltern willkürlich und ungerecht", erklärte der Bildungsforscher Klaus-Jürgen Tillmann bei der Vorlage der Bildungsstudie. Wenn neun von zehn Eltern das länderspezifische Abitur als ungerecht und abschaffungswürdig ansähen, könne das in einem demokratischen Staat nicht ohne Reaktion bleiben.

Eine deutliche Mehrheit von 84 beziehungsweise 83 Prozent hält es der Umfrage zufolge für sehr wichtig, dass alle Kinder in Deutschland die gleichen Bildungschancen haben und Wert auf soziales Verhalten gelegt wird. 81 Prozent wünschen sich, dass lernschwache Schüler besser gefördert werden. Allerdings hapert es nach Ansicht der Eltern an der Umsetzung: Lediglich ein knappes Drittel (29 Prozent) der Eltern meint, dass Chancengleichheit besteht. Ebenfalls nur ein Drittel (32 Prozent) ist der Auffassung, dass lernschwache Schüler ausreichend gefördert werden.

Für die repräsentative Untersuchung befragte das Emnid-Institut im Januar und Februar bundesweit 3001 Eltern mit schulpflichtigen Kindern im Alter bis zu 16 Jahren.

(DEU)