Ehemalige Präsidentin Chiles: Bachelet soll UN-Kommissarin für Menschenrechte werden

Ehemalige Präsidentin Chiles : Michelle Bachelet soll UN-Kommissarin für Menschenrechte werden

Laut Diplomatenkreisen arbeitet die Ex-Präsidentin Chiles, Michelle Bachelet, ab September 2018 für die Vereinten Nationen. Demnach soll sie das Amt von Zeid Ra'ad Al Hussein übernehmen.

Chiles frühere Präsidentin Michelle Bachelet soll neue UN-Kommissarin für Menschenrechte werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Diplomatenkreisen in New York. Demnach kündigte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed die Personalie an. Eine offizielle Bestätigung der Vereinten Nationen gab es zunächst nicht.

Bachelet war Chiles erste Präsidentin und regierte für zwei Amtszeiten als Staatsoberhaupt: Von 2006 bis 2010 sowie zwischen 2014 und 2018. Von 2010 bis 2013 leitete sie die Behörde UN Women, die sich mit Themen rund um Gleichstellung und die Rechte von Frauen weltweit befasst.

Bachelet würde auf den Jordanier Zeid Ra'ad Al Hussein folgen, der den Posten am 31. August aufgibt. Vorher müsste UN-Generalsekretär António Guterres Bachelet für den Posten auswählen. Anschließend müsste die UN-Vollversammlung die Personalie bestätigen. Die Sozialistin hatte die chilenische Präsidentschaft im März an ihren Nachfolger Sebastián Piñera für dessen zweite Amtszeit abgegeben.

Zeid hat in der Vergangenheit deutliche Kritik an Staatsoberhäuptern geäußert, darunter US-Präsident Donald Trump und der philippinische Präsident Rodrigo Duterte. Auch ranghöchste Politiker dürften von Kritik beim Thema Menschenrechte nicht verschont bleiben, hatte Zeid vergangene Woche mit Blick auf seine Nachfolge gesagt.

(mba/dpa)
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