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Donald Trump wünscht der Freundin von Sexualstraftäter Epstein alles Gute

Ghislaine Maxwell : Trump wünscht Epsteins inhaftierter Vertrauter "alles Gute"

Sie war nicht nur mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet - Ghislaine Maxwell wird auch vorgeworfen, an Missbrauchsdelikten beteiligt zu sein. Den US-Präsidenten beeindrucken diese Vorwürfe offenbar nicht.

Donald Trump hat Wohlwollen für die im Missbrauchsfall um Jeffrey Epstein angeklagte Ghislaine Maxwell bekundet. „Ich wünsche ihr einfach alles Gute, offen gestanden“, sagte der US-Präsident im Weißen Haus. Er habe Maxwells Fall nicht sehr verfolgt. Die 58-Jährige sitzt in Haft, vergangene Woche wurde ihr Antrag auf Freilassung gegen Kaution wegen Fluchtgefahr abgewiesen. Der Präsident berichtete, er habe Maxwell mehrfach in Palm Beach im Bundesstaat Florida getroffen, wo sich auch Trumps Luxusressort Mar-a-Lago befindet.

Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell war Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden. Die US-Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, minderjährige Mädchen für Epstein rekrutiert zu haben, die von dem Investmentbanker dann sexuell missbraucht wurden. Eine New Yorker Richterin entschied in der vergangenen Woche, dass die 58-Jährige bis zu Beginn ihres Prozesses in einem Jahr in Untersuchungshaft bleiben muss.

Maxwell soll laut den Ermittlern an dem Missbrauch teilweise auch selbst beteiligt gewesen sein. Das jüngste Opfer war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 14 Jahre alt. Die gegen Maxwell erhobenen Anschuldigungen beziehen sich auf drei mutmaßliche Opfer und den Zeitraum zwischen 1994 und 1997. Maxwell weist die Vorwürfe zurück und hat auf nicht-schuldig plädiert. Ihr drohen bei einer Verurteilung bis zu 35 Jahre Haft.

Maxwells Festnahme war eine spektakuläre Entwicklung im Fall Epstein. Der Unternehmer hatte über die Jahre Kontakte zu vielen Prominenten in Politik und Wirtschaft, etwa zu Trump, Expräsident Bill Clinton, Prinz Andrew aus Großbritannien und Unternehmer Leslie Wexner. Der Multimillionär soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der Investmentbanker wurde im Juli 2019 festgenommen und im August tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm der 66-Jährige sich das Leben.

(juju/AFP/dpa)