Donald Trump wird Ex-Fox-Moderatorin Heather Nauert als neue Botschafterin bei der UN nominieren.

Ehemalige Fox-Moderatorin: Trump will Heather Nauert zu neuer UN-Botschafterin machen

US-Präsident Donald Trump nominiert die Außenamts-Sprecherin Heather Nauert als neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Die ehemalige Fox News-Moderatorin muss noch vom Senat bestätigt werden.

US-Präsident Donald Trump will die bisherige Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert, zur neuen UN-Botschafterin ernennen. Das sagte Trump am Freitagmorgen (Ortszeit) vor Journalisten. Die 48-Jährige gilt als politisch unerfahren. Bevor sie im April 2017 Sprecherin im Außenministerium wurde, arbeitete sie als Korrespondentin und Moderatorin für Trumps Lieblingssender Fox News. Nauert würde Nachfolgerin von Nikki Haley, die im Oktober ihren Rücktritt angekündigt hatte.

Haley wird zum Ende des Jahres aus dem Amt scheiden. Ein Vertreter des US-Präsidialamtes erklärte, dass der UN-Botschafter künftig nicht mehr dem Kabinett zugerechnet werden solle, wie es unter Hailey war.

Nauerts Nominierung muss vom Senat bestätigt werden. Das Außenministerium wollte sich zunächst nicht zu der Personalie äußern. Auch von Nauert selbst war keine Stellungnahme zu erhalten. Sie war in diesem Jahr bereits als mögliche Nachfolgerin von Trumps Sprecherin Sarah Sanders gehandelt worden.

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Auf Nauert, die in ihrer jetzigen Position bereits den Rang einer Staatssekretärin hat, warten zahlreiche außenpolitische Herausforderungen wie die Konflikte mit dem Iran und Nordkorea. Dabei dürfte sie sich auf den Rückhalt von Trump und US-Außenminister Mike Pompeo verlassen können.

Trump steht den Vereinten Nationen äußerst kritisch gegenüber. So veranlasste er den Rückzug der USA aus dem UN-Menschenrechtsrat. Begründet wurde der Schritt mit der angeblich anti-israelischen Grundhaltung des Gremiums. Außerdem kürzten die USA ihre Finanzierung für die UN-Flüchtlingsbehörde.

Er wurde damit gerechnet, dass Trump zum Jahresende weitere Neubesetzungen vornehmen könnte. Im Gespräch ist unter anderem die Ablösung seines Stabschefs John Kelly.

(özi/Reuters)
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