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Donald Trump: Verewigung am Mount Rushmore klingt nach „guter Idee“

In Stein gemeißelt : Trump will sich am Mount Rushmore verewigen

US-Präsident Trump denkt an sein eigenes Denkmal. Laut "New York Times" hat er angefragt, ob sein Gesicht am Mount Rushmore in Stein gehauen werden könnte. Diese Ehre wird nur wenigen großen US-Präsidenten zuteil.

Donald Trumps Kopf überlebensgroß in Stein gemeißelt? Der 74-Jährige will zwar eine Erweiterung des weltbekannten Präsidentendenkmals am Mount Rushmore nie angeregt haben, aber die Vorstellung scheint ihm nicht zu missfallen. „Ich habe es nie vorgeschlagen“, obwohl es angesichts der Errungenschaften seiner Präsidentschaft „für mich nach einer guten Idee klingt“, schrieb der Präsident am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Anlass für Trumps Tweet war ein Bericht der „New York Times“ am Samstag, wonach sich ein Mitarbeiter des Weißen Hauses vergangenes Jahr beim Büro der Gouverneurin von South Dakota erkundigt haben soll, wie das Hinzufügen eines Präsidenten zu dem monumentalen Nationaldenkmal ablaufen würde. Auch der Sender CNN stieg auf die Geschichte ein. Trump wies die Berichte als falsch zurück.

„Das sind Fake News“, schrieb Trump. Kurz zuvor postete er in einem Tweet ein Foto von sich vor den Porträtköpfen der früheren Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Am Vorabend des Nationalfeiertags am 4. Juli hatte er vor dieser Kulisse eine Rede gehalten, was bei den Ureinwohnern auf Widerstand gestoßen war. Den Sioux sind die Black Hills heilig. Sie beanspruchen das Gebiet, in dem sich das Denkmal befindet, für sich.

Trump hatte bei einem Auftritt im Sommer 2017 mit der Idee gespielt, ob es seinen Anhängern gefallen würde, wenn er eines Tages Teil des Denkmals sein würde. Die heutige Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, sagte 2018 im Wahlkampf in einem Interview, Trump habe ihr einmal im Ernst gesagt: „Wussten Sie, dass es mein Traum ist, mein Gesicht am Mount Rushmore zu haben?“

Laut „New York Times“ hat Noem seit ihrem Amtsantritt 2018 daran gearbeitet sicherzustellen, dass Trump zu den diesjährigen Feierlichkeiten in ihrem Bundesstaat zum Nationalfeiertag mit umstrittenen Feuerwerk kommen würde.

(juw/dpa)