Donald Trump sagt finales Statement bei Nato ab

Verwirrung um US-Präsidenten : Donald Trump sagt finale Pressekonferenz bei Nato ab

Der US-Präsident hat die Abschlusspressekonferenz beim Nato-Gipfel abgesagt. Seine Begründung: In den vergangenen Tagen habe er schon viele Pressekonferenzen geführt. Zuvor tauchte ein Video auf, das viele als Lästerei über Trump einstufen.

Spontane Pressekonferenzen von US-Präsident Donald Trump können schon mal um die 50 Minuten dauern – wie ein Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor dem Nato-Gipfel in London am Dienstag bewies. Seine eigentliche Pressekonferenz zum Abschluss des Spitzentreffens sagte Trump am Mittwoch jedoch kurzerhand ab, „weil wir so viele in den vergangenen zwei Tagen gemacht haben“, schrieb Trump auf Twitter.

Hätte Trump die Pressekonferenz abgehalten, wäre sie wahrscheinlich zeitlich zusammengefallen mit der ersten Anhörung im Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses zu der Untersuchung zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen ihn. Die Anhörung ist in Washington. Die Demokraten im Repräsentantenhaus ermitteln, ob Trump seine Macht als Präsident missbraucht hat, indem er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj um eine Untersuchung zu Trumps politischem Rivalen Joe Biden gebeten hat.

Am Mittwoch ist zudem ein Video aufgetaucht, das unter anderem Justin Trudeau, Emmanuel Macron und Boris Johnson in einem Gespräch zeigt, das viele als Lästerei über Donald Trump einstufen. In dem Gespräch ging es auch um Trumps lange Pressekonferenz mit Macron. Ob Trump von dem Video Kenntnis hatte und vielleicht deshalb aus Verärgerung die Abschlusskonferenz absagte, blieb zunächst unklar.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">.<a href="https://twitter.com/JustinTrudeau?ref_src=twsrc%5Etfw">@JustinTrudeau</a>, <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a>, <a href="https://twitter.com/BorisJohnson?ref_src=twsrc%5Etfw">@BorisJohnson</a> and other VIPs shared a few words at a Buckingham Palace reception Tuesday. No one mentions <a href="https://twitter.com/realDonaldTrump?ref_src=twsrc%5Etfw">@realDonaldTrump</a> by name, but they seem to be discussing his lengthy impromptu press conferences from earlier in the day. (Video: Host Pool) <a href="https://t.co/dVgj48rpOP">pic.twitter.com/dVgj48rpOP</a></p>&mdash; Power &amp; Politics (@PnPCBC) <a href="https://twitter.com/PnPCBC/status/1202008162997538817?ref_src=twsrc%5Etfw">December 3, 2019</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Unabhängig davon erklärte Trump, dass die Nato in den vergangenen drei Jahren – seit er Präsident ist – „großartige Fortschritte“ gemacht habe. Er sieht es als seinen Verdienst an, dass die Nato-Partner mehr Geld für ihre Verteidigung ausgeben wollen. Das Verteidigungsbündnis werde stärker als je zuvor sein, twitterte der US-Präsident. In der Vergangenheit hatte er die Nato schon mal als „obsolet“ bezeichnet.

(cka/dpa)