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Donald Trump rief Reporter der "Washington Post" und der "New York Times" persönlich an

Rückzug des Gesundheitsgesetzes : Donald Trump rief Reporter von US-Zeitungen persönlich an

Anders als bei vielen anderen Themen hat US-Präsident Donald Trump den Rückzug der Abstimmung über den republikanischen Entwurf des Gesundheitsgesetzes nicht auf Twitter verkündet – sondern zum Telefonhörer gegriffen.

Anders als bei vielen anderen Themen hat US-Präsident Donald Trump den Rückzug der Abstimmung über den republikanischen Entwurf des Gesundheitsgesetzes nicht auf Twitter verkündet — sondern zum Telefonhörer gegriffen.

Reporter der "Washington Post" und der "New York Times" berichteten, Trump habe sie am Freitag (Ortszeit) persönlich angerufen. Einer der Journalisten der "Washington Post", Robert Costa, schrieb auf Twitter fast live mit, was ihm der Präsident sagte.

"Präsident Trump hat mich gerade angerufen. Er ist immer noch am Telefon. 'Wir haben es gerade zurückgezogen', sagt er mir." Die Anrufe an Costa und Maggie Haberman von der "New York Times" waren unerwartet — wettert Trump doch sonst regelmäßig über die seiner Ansicht nach miserable Berichterstattung der beiden Zeitungen.

Während des Telefoninterviews twitterte Costa immer weiter: "'Ich mache Paul dafür nicht verantwortlich', sagt mir Trump." Der republikanische Vorsitzende im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, hatte sich nach dem Scheitern des Entwurfs enttäuscht geäußert.

"Er war sehr diszipliniert am Telefon"

"New York Times"-Reporterin Haberman äußerte sich nur kurze Zeit später ebenfalls auf Twitter über den Anruf des US-Präsidenten. "Trump sagt mir im Interview, dass das die Schuld der Demokraten ist und dass er erwartet, dass sie bereit wären zu verhandeln, wenn Obamacare 'explodiert'."

Trump habe bei dem Anruf eher untypische Disziplin an den Tag gelegt, indem er sagte, die Demokraten hätten ihn hängenlassen. Es war nicht das erste Interview Habermans mit Trump. Sie hatte kurz nach seiner Amtseinführung ein Stück über sein Leben im Weißen Haus verfasst.

Haberman warf auf Twitter auch einen Blick auf das, was nun noch kommen könnte: "Trump wird dieses Wochenende nicht wegfahren. Er war sehr diszipliniert am Telefon. Die große Frage ist, was nun passiert, wenn er im Weißen Haus sitzt und sich die Berichterstattung über seine große Schlappe anschaut."

(das/ap)