Donald Trump lehnt Einreise von Migranten aus Mexiko in die USA ab

Einreiseverbot : Trump lehnt Migranten aus Mexiko ab

Die aus „zahlreichen Kriminellen“ bestehenden Migranten „kommen nicht in die USA“, twitterte US-Präsident Trump und forderte Mexiko auf, die Migranten in ihre Heimatländer zurückzubringen.

US-Präsident Donald Trump hat die Einreise von Migranten aus Mexiko in die USA abgelehnt. „Mexiko sollte die Fahnen schwenkenden Migranten, von denen viele eiskalte Kriminelle sind, zurück in ihre Länder verlegen“, twitterte Trump. „Macht es per Flugzeug, macht es per Bus, macht es auf jede Weise wie ihr wollt, aber sie kommen NICHT in die USA. Wir werden die Grenze falls nötig dauerhaft schließen.“ Trump forderte den US-Kongress auf, eine Mauer an der Grenze zu finanzieren.

Mehrere Migranten hatten am Sonntag versucht, von Mexiko aus über die Grenze in die USA zu gelangen. US-Grenzschutzbeamte feuerten mit Tränengas auf die anstürmende Menge, wie Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten. Mexikos Innenministerium kündigte Abschiebungen von Migranten an, die „gewaltsam“ von Tijuana in die USA zu gelangen versucht hätten. Zudem will die Behörde die Sicherheit im Grenzbereich verstärken.

Die Stadtregierung von Tijuana teilte mit, mehr als drei Dutzend Migranten seien wegen Störung des Friedens und anderer Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Marsch und anschließender Entwicklungen festgenommen worden.

Vor der Eskalation hatten Hunderte Migranten friedlich in der Grenzstadt Tijuana demonstriert, um eine schnellere Bearbeitung ihrer Asylanträge durch die USA zu fordern. Mexikanische Polizisten hielten die Menge davon ab, über eine Brücke zu laufen, die direkt zum Grenzübergang führt. Doch drückten sich Migranten an Beamten vorbei und wateten durch ein Flussbett unter der Brücke. Die zweite Gruppe von Polizisten vor dem Grenzübergang Chaparral war mit Schilden ausgestattet, konnte die Migranten aber ebenfalls nicht aufhalten. Von dort gelangten sie zu einem Areal, in dem nur ein Deich und Stacheldrahtzaun sie von US-Grenzschutzbeamten trennten.

Auf Bildern des mexikanischen TV-Senders Milenio war zu sehen, wie Migranten über Zäune kletterten.

US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen teilte mit, es bleibe bei der „robusten“ Präsenz von Beamten entlang der Südwestgrenze zu Mexiko. Jeder, der Eigentum der Bundesregierung beschädige oder die Souveränität der USA verletze, müsse mit Strafverfolgung rechnen.

Mehr als 5000 Migranten aus Mittelamerika kampieren in und rund um eine Sporthalle in Tijuana, nachdem sie in den vergangenen Wochen teils zu Fuß und teils in Bussen oder Lkws aus Staaten wie El Salvador und Honduras nach Norden gezogen waren. Die Migranten müssen in Tijuana vermutlich monatelang ausharren, ehe sie eine vage Aussicht auf Bearbeitung ihres Asylgesuchs haben. Mit dem Protestmarsch vom Sonntag hätten die Migranten auf ihre missliche Lage aufmerksam machen wollen, sagte Irineo Mujica von der Hilfsorganisation Pueblo Sin Fronteras.

Trump hat wiederholt angedeutet, dass die Migrantenkarawane aus zahlreichen Kriminellen bestünden. Doch sind die Migranten hauptsächlich arme Menschen, die vor Bandengewalt fliehen. Trump hatte im Präsidentschaftswahlkampf gesagt, dass Mexiko die Grenzmauer bezahlen werde.

(özi/dpa)