Donald Trump in Davos: "Amerika zuerst bedeutet nicht Amerika allein"

US-Präsident Trump in Davos : "Amerika zuerst bedeutet nicht Amerika allein"

In seiner Abschlussrede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Trump der Welt "Amerikas Freundschaft und Partnerschaft" angeboten. Unternehmer aus aller Welt lud er ein, in den USA Betriebe zu eröffnen. Nie sei die Zeit dazu besser gewesen.

Trump verwies auf seine Steuerreform, die Unternehmen entlaste, und seine Initiativen, Regulierungen zurückzunehmen. Dies habe bereits Dividenden gebracht, sagte Trump, dessen Rede verhalten aufgenommen wurde. Seit seiner Wahl 2016 seien in den USA 2,4 Millionen Arbeitsplätze geschaffen worden und Unternehmen wie der Technologie-Gigant Apple planten, Milliarden in den USA zu investieren. Er mache Fortschritte dabei, Amerikanern den Traum von einem "guten Job, einem sicheren Heim" und einem "besseren Leben" für ihre Kinder zu geben.

Sein Leitmotiv "America First" komme der ganzen Welt zugute, erklärte Trump: "Wenn die Vereinigten Staaten wachsen, wächst auch die Welt." Wohlstand in den USA schaffe zahllose Arbeitsplätze rund um den Globus, und das amerikanische "Streben nach Spitzenleistungen, Kreativität und Innovation hat zu wichtigen Entdeckungen geführt, die Menschen überall helfen, ein glückliches und gesünderes Leben zu führen".

"Ein starkes, blühendes Amerika"

Jetzt, unter seiner Regierung, werde die Welt Zeuge einer "Wiederauferstehung eines starken und blühenden Amerikas", erklärte Trump. Er betonte, seine wirtschaftspolitische Vision "meint nicht Amerika allein". Er sei bereit, Handelsabkommen wie das transpazifische TPP neu zu verhandeln, aus dem er die USA nach seinem Amtsantritt zurückgezogen hat. Solche Abkommen, ob zwischen den USA bilateral mit einem anderen Land oder mit einer Staatengruppe, müssten fair sein und auf Gegenseitigkeit beruhen. Unfairer Handel schade allen, sagte er.

Trump ist der erste US-Präsident seit Bill Clinton vor 18 Jahren, der am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnahm. Als dessen Vorsitzender Klaus Schwab Trump ankündigte, gab es einige Unmutsbekundungen im Plenum, als er sagte, Trumps Führungsstil könnte zu "Missverständnissen und Interpretationen" führen.

Als Trump zum Podium ging, gab es etwas Applaus, während seiner Rede blieb es still. Zum Ende gab es höflichen Beifall.

(csi/dpa/AFP)
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