Donald Trump hat mehr als 10.000 Mal die Unwahrheit gesagt

"Washington Post" : Donald Trump hat mehr als 10.000 Mal die Unwahrheit gesagt

Am laufenden Band verbreitet Donald Trump Behauptungen, die nicht den Fakten entsprechen. Laut einer Zählung der "Washington Post" hat der US-Präsident bereits mehr als 10.000 "falsche und irreführende" Aussagen seit Amtsantritt gemacht.

Diesen "Meilenstein" habe Trump am vergangenen Freitag erreicht, meldete die Zeitung nun. Bei bis dahin 827 Amtstagen kommt der Präsident damit auf durchschnittlich zwölf Falschbehauptungen pro Tag.

Die "Washington Post" hatte mit Trumps Amtsantritt im Januar 2017 das Projekt in Angriff genommen, dessen Falschbehauptungen akribisch zu dokumentieren. Dieses Faktencheck-Programm sollte ursprünglich auf Trumps erste 100 Amtstage begrenzt sein, wurde dann aber fortgesetzt. Die Zeitung hebt nun in ihrer Zwischenbilanz hervor, dass Tempo und Volumen von Trumps Falschbehauptungen in den vergangenen Monaten nochmals deutlich zugenommen haben.

Der Präsident brauchte demnach 601 Amtstage, um die Schwelle von 5000 faktenfremden Äußerungen zu überschreiten. Das entsprach einem Schnitt von acht pro Tag. Danach brauchte Trump aber nur noch 226 Tage, um die 10.000er-Marke zu erreichen. In diesen rund sieben Monaten verbreitete der Präsident dem Bericht zufolge also täglich fast 23 "falsche und irreführende" Pseudo-Informationen.

Die meisten Falschbehauptungen streue der US-Präsident bei Versammlungen mit seinen Anhängern in seinen Diskurs ein. 22 Prozent dieser Behauptungen habe er bei diesen Treffen mit seinen Wählern verbreitet.

Auch hat Trump die Eigenart, die gleiche Falschbehauptung ständig zu wiederholen. Er erhielt deshalb seit Amtsantritt von der "Washington Post" bereits 21 "Bottomless Pinocchios" - dies ist eine Negativwertung für faktenfremde Aussagen, die mindestens 20 Mal wiederholt wurden.

(csi/AFP)