Donald Trump bestellt Hunderte Burger - Fast-Food-Orgie im Weißen Haus

Fast-Food-Orgie im Weißen Haus: Trump bestellt Hunderte Burger für Football-Team

Der US-Präsident zeigt sich spendabel und bewirtet ein ganzes Football-Team mit Fast Food. Und zahlt aus eigener Tasche. Der Hintergrund ist allerdings ein politischer.

Donald Trump hat wegen des wochenlangen Haushaltsstreit in die eigene Tasche gegriffen und laut Weißem Haus ein ganzes Football-Team mit Fast Food bewirtet. Der Staatschef, der selbst für seine Liebe zu dieser Art von Schnellgerichten bekannt ist, sagte am Montagabend vor Journalisten, er habe die Mannschaft der Clemson University mit Pizzen, 300 Hamburgern und „sehr, sehr vielen Pommes frites“ versorgt. Fotos zeigten Trump grinsend hinter einem riesigen Tisch im Weißen Haus, auf dem sich Burger in den Verpackungen einschlägiger Fast-Food-Ketten auf silbernen Tabletts stapelten.

"Wir haben amerikanisches Fastfood bestellt und ich habe es bezahlt", sagte Trump. "Wir haben Pizzen, wir haben 300 Hamburger, viele, viele Pommes frites, all unser Lieblingsessen", sagte Trump. "Ich denke, sie (die Football-Spieler) werden das besser finden als alles, was wir ihnen hätten anbieten können." Er gehe nicht davon aus, dass viele Essensreste übrig bleiben würden, witzelte der Präsident, bevor er die Sieger der letzten Hochschul-Football-Meisterschaft empfing.

„Der Grund, warum wir das machen, ist der "Shutdown"“, sagte Trump. Trump weigert sich, ein Haushaltsgesetz zu unterschreiben, das kein Geld für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko enthält. Daher stehen seit mehr als drei Wochen Teile des Regierungsapparats der Vereinigten Staaten still.

Die fehlende Kompromissbereitschaft der Demokraten in der Frage der Grenzsicherheit habe Trump nicht davon abgehalten, den nationalen Champion zu bewirten, schrieb die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, auf Twitter. „Er zahlte persönlich für den Event, der von einigen der großen amerikanischen Fast-Food-Läden beliefert wurde.“

Trump hat sich im Streit um eine Grenzmauer und den Regierungsstillstand weiter unnachgiebig gezeigt. "Wenn es darum geht, das amerikanische Volk zu schützen, werde ich niemals nachgeben", sagte er am Montag und wiederholte, dass die Mauer an der Grenze zu Mexiko aus Sicherheits- und humanitären Gründen notwendig sei.

Eine vorübergehende Aufhebung der seit mehr als drei Wochen andauernden Haushaltssperre lehnte Trump ab. Der Kompromissvorschlag des republikanischen Senators Lindsey Graham, die geschlossenen Behörden einige Wochen lang wieder arbeiten zu lassen und in dieser Zeit weiter über die Grenzmauer zu verhandeln, sei uninteressant, sagte er. "Ich will das lösen. Ich will es nicht nur hinauszögern."

Trump fordert 5,7 Milliarden Dollar für den Bau einer Grenzmauer, eines seiner wichtigsten Versprechen im Wahlkampf. Die Demokraten lehnen das ab. Wegen des Streits konnte kein neuer Haushalt verabschiedet werden, Teile der Verwaltung wurden lahmgelegt, Angestellte wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Dieser sogenannte Shutdown dauerte am Montag bereits den 24. Tag in Folge an, ein Rekord in der US-Geschichte.

Zwischenzeitlich hatte Trump auch damit gedroht, den nationalen Notstand zu erklären, um die Finanzierung für den Mauerbau ohne Kongress durchzusetzen. Am Montag betonte er: "Ich habe nicht vor, den nationalen Notstand auszurufen. Das ist so einfach, das sollte nicht nötig sein."

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(felt/dpa/AFP)
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