Monatelange Kämpfe in Kiew: Die Wunden des Maidans heilen nur langsam

Monatelange Kämpfe in Kiew : Die Wunden des Maidans heilen nur langsam

Monatelang dauerte der Kampf der Regierungsgegner auf dem Maidan. Hunderttausende Menschen belagerten den Platz und lieferten sich Schlachten mit der Polizei. Explosionen, Schüsse, Brände und Leuchtraketen – der Maidan hat schwer gelitten. Die Wunden heilen langsam.

Monatelang dauerte der Kampf der Regierungsgegner auf dem Maidan. Hunderttausende Menschen belagerten den Platz und lieferten sich Schlachten mit der Polizei. Explosionen, Schüsse, Brände und Leuchtraketen — der Maidan hat schwer gelitten. Die Wunden heilen langsam.

Die Wunden, die der Kampf der Gegner des Präsidenten Viktor Janukowitsch mit der Polizei auf dem Maidan hinterlassen hat, sind weithin sichtbar. Und es wird noch einige Tage, womöglich Wochen, dauern bis die Spuren des Protests verschwunden sind.

Noch immer qualmt es auf dem Maidan. Noch immer liegen dort Tonnen von Sperrgut, Reifen und Metall, die unter Schweiß und ständiger Angst von den Demonstranten herbeigeschleppt wurden. Sie dienten als schützende Barrikaden. Der Boden ist schwarz. Brandgeruch liegt weiter in der Luft.

Feuerwerkskörper und Molotowcocktails

Um sich gegen die angreifenden Sicherheitskräfte zu schützen, setzten die auf dem Unabhängigkeitsplatz verschanzten Demonstranten Barrikaden in Brand. Mit Helmen, Schlagstöcken und Schilden bewaffnet setzten sie sich zur Wehr und warfen Steine, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails.

Die Kiewer Innenstadt bietet immer noch ein Bild der Verwüstung. Über dem Maidan ragt das ausgebrannte achtstöckige Gewerkschaftshaus wie ein rußgeschwärztes Mahnmal in die Höhe. Hier hatten die Regierungsgegner in den vergangenen Wochen ihre Zentrale eingerichtet. Nach dem Feuer sind sie auf das gegenüberliegende Hauptpostamt ausgewichen.

Der Maidan, Symbol des Widerstands gegen die ukrainische Regierung, hat schwer gelitten. Nun kann der Platz allmählich wieder atmen — und die sichtbaren Wunden des Kampfes langsam schließen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Nach den Protesten schließt der Maidan seine Wunden

(nbe)