Biden und Putin in Genf Die Mutter aller Gipfeltreffen

Analyse | Genf · Wenn die beiden mächtigsten Politiker der Welt während des Kalten Krieges zusammentrafen, waren alle Augen auf sie gerichtet. Auch Joe Biden und Wladimir Putin könnten bei ihrer Begegnung in Genf eine Menge aus der Geschichte der bisherigen Gipfel lernen.

 Der frühere US-Präsident Ronald Reagan (l.) und der ehemalige sowjetische Staatschef und Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow (r.) unterhalten sich am offenen Kamin, aufgenommen beim amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen in Genf/Schweiz, das vom 19. bis 21.November 1985 stattfand.

Der frühere US-Präsident Ronald Reagan (l.) und der ehemalige sowjetische Staatschef und Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow (r.) unterhalten sich am offenen Kamin, aufgenommen beim amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen in Genf/Schweiz, das vom 19. bis 21.November 1985 stattfand.

Foto: picture-alliance / dpa/dpa

Es waren schon Spektakel der besonderen Art. Egal, ob Nikita Chruschtschow die USA bereiste oder John F. Kennedy in Wien traf, Leonid Breschnew und Richard Nixon über Interkontinentalraketen feilschten oder Ronald Reagan am Kamin mit Michail Gorbatschow scherzte. Es lag eine knisternde Spannung in der Luft, wenn die beiden mächtigsten Politiker der Welt unter vier Augen diskutierten. Erstmalig in der Geschichte war es möglich, dass zwei Länder mit ihrer jeweiligen Atomstreitmacht die Erde mehrfach zerstören konnten.