Konflikt am Persischen Golf Bereit zum Sprung in die Straße von Hormus

Berlin/Hamburg · Deutschlands Wirtschaft ist vom Seehandel abhängig. Längst werden Szenarien für eine Mission am Persischen Golf durchgespielt.

  21. Juli, Straße von Hormus: Der britische Öltanker „Stena Impero“ wird von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarden umkreist.

21. Juli, Straße von Hormus: Der britische Öltanker „Stena Impero“ wird von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarden umkreist.

Foto: dpa/Morteza Akhoundi

Annegret Kramp-Karenbauer dürfte in diesen Tagen einen wachen Blick auf die Entwicklung in der Straße von Hormus werfen. Seit sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen, seit der britische Öltanker „Stena Impero“ vom Iran festgesetzt wurde, ist die Meerenge am Persischen Golf wieder in den Schlagzeilen. Vielleicht hat die Verteidigungsministerin im bislang letzten Weißbuch von 2016 nachgeblättert, für das noch Ursula von der Leyen verantwortlich zeichnete. Auf Seite 50 steht dort unter anderem der Satz: „Die Sicherheit maritimer Versorgungswege und die Garantie der Freiheit der hohen See sind für eine stark vom Seehandel abhängige Exportnation wie Deutschland von überragender Bedeutung.“