Ehemaliger US-Vizepräsident: Cheney hat Angst vor Anschlag auf Herzschrittmacher

Ehemaliger US-Vizepräsident : Cheney hat Angst vor Anschlag auf Herzschrittmacher

Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney hatte Angst vor einem Anschlag mit seinem eigenen Herzschrittmacher. Das verriet der 72-Jährige in einem Interview des Fernsehsenders CBS.

Cheney ist schwer herzkrank, seinen ersten von fünf Infarkten hatte er mit 37 Jahren, vergangenes Jahr musste er sich einer Herztransplantation unterziehen. Als er im Jahr 2007 einen neuen Herzschrittmacher erhalten habe, habe sein Kardiologe die Fernsteuerungsfunktion deaktiviert - damit Terroristen nicht versuchen konnten, Cheney auf diesem Weg einen tödlichen Herzinfarkt zuzufügen. Jahre später habe er in der Serie "Homeland" gesehen, wie genau so ein Mensch umgebracht wurde. "Ich fand das glaubwürdig", sagte Cheney.

Zusammen mit seinem Kardiologen Jonathan Reiner hat Cheney ein Buch geschrieben, das den Titel "Heart: An American Medical Odyssey" (deutsch: "Herz: Eine amerikanische Medizinodyssee") hat.

In dem CBS-Interview erklärte Reiner, er habe sich große Sorgen gemacht, dass der Vizepräsident die Belastung der Terroranschläge vom 11. September nicht überleben werde. Eine Blutuntersuchung am Morgen vor den Angriffen hatte kritische Blutwerte ergeben. Als Reiner dann die Bilder im Fernsehen sah, habe er sich gedacht: "Na super, heute Abend wird der Vizepräsident an Hyperkaliämie (eine lebensgefährliche Elektrolytstörung im Blut) sterben."

(ap)