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Kampf um Chávez-Nachfolge: Capriles tritt in Venezuela gegen Maduro an

Kampf um Chávez-Nachfolge : Capriles tritt in Venezuela gegen Maduro an

Der venezolanische Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski wird bei der Präsidentenwahl am 14. April gegen Interimspräsident Nicolás Maduro antreten.

Der 40-jährige erklärte sich bereit, im Kampf um die Nachfolge des gestorbenen Staatschefs Hugo Chávez erneut als Präsidentschaftskandidat in den Ring zu steigen. Er werde Maduro nicht das Feld überlassen.

"Wir werden die Stimmen verteidigen, koste es, was es wolle", sagte der Jurist. Der 50-jährige Maduro attackierte Capriles indes scharf, brachte ihn in die Nähe von Faschisten und warf ihm vor, Gewalt säen zu wollen.

Das Oppositionsbündnis "Mesa de la Unidad Democrática" (Tisch der demokratischen Einheit) hatte Capriles die Einheitskandidatur angeboten, und er akzeptierte am Sonntag. Damit kommt es zur Neuauflage des Duells zwischen ihm und dem Spitzenkandidaten des Chavismus — allerdings mit dem großen Unterschied, dass er diesmal nicht gegen Chávez, sondern gegen dessen Wunschnachfolger Maduro antritt. Vor rund fünf Monaten hatte Capriles die Wahl gegen Chávez klar verloren und seine Niederlage auch umgehend eingestanden.

Der Gouverneur des Bundesstaates Miranda, wollte sich am Montag (Ortszeit), dem letzten Tag der zweitägigen Einschreibefrist, in die Kandidatenliste eintragen. Das kündigte auch Maduro an, der seinen Gegner als unter anderem als "kümmerlich", "Kind der Oligarchie" und "Faschist" beschimpfte.

Capriles konterte, dass Maduro Wahlkampf mit dem Leichnam von Chávez betreibe, und warf ihm vor, monatelang über den Gesundheitszustand des am 5. März gestorbenen Präsidenten gelogen zu haben. Der einbalsamierte Leichnam von Chávez soll in Zukunft in einem gläsernen Sarg zu sehen sein.

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(dpa/das)