Bulgarien will Gespräche über Euro-Beitritt führen

EU-Beitritt : Bulgarien will bald Gespräche beginnen

Die bulgarische Regierung will bald Gespräche über einen Euro-Beitritt beginnen. Er werde dabei die 19 Euro-Länder fragen, welche strukturellen Anpassungen notwendig sind, damit Bulgarien den Euro-Wartesaal WKM-II betreten darf, sagte Finanzminister Wladislaw Goranow dem Fernsehsender Nova. Bulgarien könne dem WKM II noch während der aktuellen Legislaturperiode beitreten, die bis Ende 2018 läuft, sagte Goranow. Vor einem Beitritt zum Euro muss ein Land mindestens zwei Jahre dem Wechselkursmechanismus II (WKM II) angehören.

Währenddessen dürfen die Wechselkurse um höchstens 15 Prozent um den zum Euro festgelegten Leitkurs schwanken, wobei auch engere Bandbreiten vereinbart werden können. Bulgarien ist 2007 der Europäischen Union (EU) beigetreten. Seine Währung hat das Land bereits seit 1997 an den Euro gekoppelt. Diplomaten zufolge sind frühere Versuche des ärmsten EU-Mitglieds, dem WKM II beizutreten, an der wuchernde Korruption und der weit verbreiteten organisierten Kriminalität gescheitert.

(REU)
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