Brett Kavanaugh: Trumps Richter-Kandidat soll wegen Missbrauchsvorwurf aussagen

Vorwurf der versuchten Vergewaltigung : Trumps Richter-Kandidat Kavanaugh soll am Montag öffentlich aussagen

Eine Psychologin und Hochschullehrerin wirft Brett Kavanaugh vor, er habe versucht, sie zu vergewaltigen. Jetzt sollen beide öffentlich aussagen. US-Präsident Donald Trump hatte Kavanaugh als Richter am Obersten Gericht vorgeschlagen.

Der erzkonservative Kandidat für das Oberste Gericht der USA (Supreme Court), Brett Kavanaugh, und die Frau, welche ihm sexuelle Gewalt vorwirft, sollen am kommenden Montag angehört werden. Beide sollten dann vor dem Justizausschuss des Senats aussagen, kündigte der Ausschussvorsitzende Chuck Grassley am Montagabend an.

"Jeder, der aus der Deckung kommt, wie Dr. Ford es getan hat, verdient es, angehört zu werden", erklärte Grassley. Um "genügend Transparenz" zu gewährleisten, werde die Anhörung öffentlich sein.

Die Psychologin und Hochschullehrerin Christine Blasey Ford wirft Kavanaugh vor, er habe vor dreieinhalb Jahrzehnten während einer Teenager-Party versucht, sie zu vergewaltigen. Zunächst hatte Ford die Anschuldigung in der vergangenen Woche noch unter dem Schutzmantel der Anonymität erhoben, am Sonntag äußerte sie sich dann namentlich in der "Washington Post".

US-Präsident Donald Trump hatte den 53-jährigen Bundesberufungsrichter Kavanaugh im Juli für das Oberste Gericht ernannt. Die erforderliche Genehmigung der Personalie durch den Senat steht aber noch aus. Die jetzt von Ford erhobene Anschuldigung bringt die Nominierungsprozedur in Turbulenzen.

(sbl/AFP)