Boris Johnson bleibt Favorit auf May-Nachfolge

Rennen um Premierminister-Amt : Johnson bleibt Favorit - Stewart raus

143 von 313 Stimmen hat der ehemalige Londoner Bürgermeister und Außenminister im dritten Wahlgang erhalten. Johnson werden Umfragen zufolge die größten Chancen auf die Nachfolge Mays ausgerechnet. Rory Stewart schied mit 27 Stimmen aus.

Im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und künftigen Premierministers hat Boris Johnson seinen Vorsprung erneut ausgebaut. Der ehemalige Londoner Bürgermeister und Außenminister erhielt am Mittwoch 143 der 313 Stimmen aus der Tory-Fraktion.

Ebenfalls eine Runde weiter sind Außenminister Jeremy Hunt (54 Stimmen), Umweltminister Michael Gove (51) und Innenminister Sajid Javid (38). Nicht mehr im Rennen ist dagegen Entwicklungshilfeminister Rory Stewart, der nur 27 Stimmen erhielt.

Die Zahl der Bewerber soll in zwei weiteren Wahlgängen am Donnerstag auf zwei reduziert werden. In einer Stichwahl haben dann die etwa 160.000 Parteimitglieder das letzte Wort. Johnson gilt dafür bereits als gesetzt. Fraglich ist, wer gegen ihn antreten soll.

Wer von den beiden Parteichef und damit Premierminister wird, sollen die rund 160.000 konservativen Parteimitglieder entscheiden.

Umfragen zufolge ist Johnson an der Basis unangefochtener Spitzenreiter. Viele trauen ihm zu, enttäuschte Brexit-Wähler zurückzugewinnen, die sich von den Tories abgewendet haben. Bis Ende Juli soll feststehen, wer neuer Regierungschef in Großbritannien wird.

Johnson war einer der Wortführer für den Brexit vor der Volksabstimmung im Jahr 2016. Die Briten hatten sich damals mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU ausgesprochen.

Doch der Austritt musste zwei Mal verschoben werden, weil sich im Parlament keine Mehrheit für das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen fand. Die Frist für die Loslösung von der EU wurde inzwischen bis 31. Oktober verlängert.

(jms/dpa)
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