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Bombe in Rom an Politikerauto entschärft - kein Bezug zur Fußball-EM

Kein Bezug zur EM : Autobombe in Rom entschärft

Ein Autobomben-Alarm hat vor dem EM-Spiel am Mittwoch in Rom für Straßensperrungen und Aufregung gesorgt. Dann stellte sich heraus: Das Auto gehört einem Lokalpolitiker, der bereits unter Polizeischutz steht.

Die Polizei in Rom hat eine am Auto eines Kommunalpolitikers angebrachte Bombe entschärft. Wie italienische Medien unter Berufung auf Polizeiangaben berichteten, hatte ein Zeuge am Mittwoch verdächtige Kabel an dem parkenden Wagen entdeckt. Die Straße wurde daraufhin abgesperrt und die Bombe entschärft. Dabei soll es sich den Berichten zufolge um einen mit primitiven Mitteln zusammengesetzten Sprengsatz gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Die Bürgermeisterin der italienischen Hauptstadt, Virginia Raggi, nannte den Vorfall in einer Botschaft im Onlinedienst Twitter "sehr schwerwiegend". Der betroffene Kommunalpolitiker Marco Doria hatte den Berichten zufolge wegen früherer Drohungen bereits unter Polizeischutz gestanden.

Weil in der italienischen Hauptstadt am Abend das EM-Spiel Italiens gegen die Schweiz ausgetragen wurde und das Olympia-Stadion gut zwei Kilometer vom Fundort entfernt liegt, kamen Spekulationen über mögliche Bezüge auf. Diese waren bald entkräftet.

Nach Angaben des Fernsehsenders TGcom24 bezogen sich die Drohungen gegen den für die Sanierung von Parks zuständigen Politiker Doria darauf, dass er die illegale Besetzung historischer Gebäude sowie Vandalismus an Statuen und Springbrunnen angeprangert hatte. Doria leitet eine Arbeitsgruppe für die Sanierung von Parks und historischen Villen in Rom.

(peng/AFP/dpa)