Boko Haram: Niger verhängt Ausnahmezustand an Grenze zu Nigeria

Beschuss von Boko-Haram-Extremisten : Niger verhängt Ausnahmezustand an Grenze zu Nigeria

Nach wiederholten Angriffen von Kämpfern der radikalislamischen Gruppierung Boko Haram aus Nigeria hat die nigrische Regierung über die südöstliche Region Diffa an der Grenze zu dem Nachbarland den Ausnahmezustand verhängt.

Die Notstandregelung gelte für zunächst 15 Tage, hieß es am Dienstag in einer im Radio verlesenen Anweisung. Die Maßnahme gibt den nigrischen Sicherheitskräften mehr Vollmachten, so dürfen sie etwa Razzien starten.

Die Region Diffa war in den vergangenen Tagen mehrfach von Boko-Haram-Kämpfern angegriffen worden. Erst am Montag beschloss das nigrische Parlament, 750 Soldaten nach Nigeria zu entsenden, um dort gegen Boko Haram zu kämpfen. Sie sollen Teil einer gemeinsamen regionalen Eingreiftruppe aus 8700 Soldaten, Polizisten und Zivilisten sein, an der sich auch Nigeria und die Nachbarländer Benin, Kamerun und Tschad beteiligen.

Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen mehr als 13.000 Menschen.

(AFP)