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Schon mehr als 70 Tote: Blutige Terroranschläge erschüttern den Irak

Schon mehr als 70 Tote : Blutige Terroranschläge erschüttern den Irak

Die Gewalt im Irak hat einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht: Am Montag kamen bei Anschlägen und Angriffen im ganzen Land mindestens 70 Menschen ums Leben. Es war der blutigste Tag seit rund zwei Monaten.

Der schwerste Anschlag ereignete sich in Al-Rascheed, einer Vorstadt südlich von Bagdad. Dort rissen zwei Autobomben 23 schiitische Pilger in den Tod. Der Anschlag am Montagabend traf die Pilgergruppe, die auf dem Weg zum heiligen Schrein der Stadt Karbala war, wie die Polizei bestätigte. Etwa 55 Menschen seien verletzt worden.

Bereits zuvor hatten mehrere Täter in Mosul einen Bus mit Pilgern beschossen und elf von ihnen getötet. Hunderttausende Schiiten pilgern derzeit nach Karbala, um dort wie jedes Jahr das Ende der 40-tägigen Trauerzeit für Imam Hussein zu feiern, der Enkel des Propheten Mohammeds war und von den Schiiten verehrt wird.

Die massiven Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten sind die Hauptursache für die blutige Gewalt, die das Land derzeit überzieht. Die Minderheit der Sunniten fühlt sich von der schiitischen Regierung diskriminiert, Enttäuschung, Wut und Hass entladen sich in Gewalt - und der Regierung fehlt es an den Mitteln, um die Kontrolle wieder herzustellen.

(ap)