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US-Vizepräsident in Rumänien: Biden sieht Europa von Raketen bedroht

US-Vizepräsident in Rumänien : Biden sieht Europa von Raketen bedroht

Bukarest (RPO). Der amerikanische Vizepräsident Joe Biden hat auch in Rumänien für die abgespeckte Version des geplanten Raketenabwehrsystems der USA geworben. Die Bedrohung Europas gehe von Raketen kürzerer und mittlerer Reichweite aus, sagte er am Donnerstag in Bukarest.

Und das neue Abwehrsystem sei geeignet, Europa davor zu schützen, erklärte Biden nach einer Unterredung mit dem rumänischen Präsidenten Traian Basescu. Biden sagte, er wisse die Unterstützung Rumäniens für den Raketenschild zu schätzen. US-Präsident Barack Obama hat die scharf kritisierten Pläne seines Vorgängers George W. Bush gestoppt und das Rüstungsprojekt abgeändert.

Biden erklärte, es handle sich um "eine bessere Architektur". "Sie dient Ihrem Schutz und dem Schutz der USA." Das Abwehrsystem soll in Polen und Tschechien stationiert werden. Biden wies den Vorwurf von Kritikern zurück, Obama wolle mit dem neuen Konzept für eine Raketenabwehr Russland auf Kosten der Länder in Mitteleuropa besänftigen.

Die Abwehr Obamas von den Plänen seines Vorgängers hatten zu großer Enttäuschung in Warschau und Prag geführt. Moskau hingegen begrüßte den Verzicht auf die früheren Planungen, die der Abwehr von Interkontinentalraketen dienen sollten. Die russische Regierung sah darin eine Bedrohung Russlands.

Von Rumänien aus reist Biden weiter nach Tschechien. In Prag kommt er am Freitag unter anderem mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Jan Fischer zusammen. Erste Station seiner Reise war am Mittwoch Polen.

(AP/felt)