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Prozess wegen Betrugs: Berlusconi muss vor Gericht

Prozess wegen Betrugs : Berlusconi muss vor Gericht

Mailand (rpo). Vom Regierungssitz auf die Anklagebank: Silvio Berlusconi kommt wegen Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Fernsehrechten vor Gericht. Am Freitag hat ein Mailänder Richter entschieden, dass sich der ehemalige italienische Ministerpräsident wegen Steuerbetrugs, Bilanzfälschung, Geldwäsche und Missbrauchs öffentlicher Gelder verantworten muss.

Außer Berlusconi werden sich 13 weitere Beschuldigte vor Gericht verantworten, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf den Untersuchungsrichter Fabio Paparella meldete. Ihnen werden Unregelmäßigkeiten beim Kauf von Rechten für die Ausstrahlung von US-Filmen durch Berlusconis Konzern Mediaset im Zeitraum von 1994 bis 1999 zur Last gelegt. Ein Mailänder Gericht hatte am Freitag ein Verfahren gegen den früheren italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi wegen Steuerbetrugs, Bilanzfälschung, Geldwäsche und Missbrauchs öffentlicher Gelder angeordnet. Der Prozess soll am 21. November beginnen.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft wirft Mediaset vor, über Tarnfirmen die Kosten für die Senderechte an US-Filmen künstlich in die Höhe getrieben zu haben. Auf diese Weise soll das Medienunternehmen seine Gewinne optisch geschmälert haben, um weniger Steuern zu zahlen. Zudem soll Berlusconis Unternehmen schwarze Kassen im Ausland geführt haben.

(afp)