Bericht zu Steuererklärung: Donald Trump soll 1,17 Milliarde Dollar verloren haben

Bericht in der „New York Times“ : Trump soll in zehn Jahren über eine Milliarde Dollar verloren haben

In den 1980ern und 90ern soll der damalige Bauunternehmer Donald Trump enorme Verluste gemacht haben. Die „New York Times“ berichtet, kaum ein anderer Steuerzahler in den USA habe so viel Geld verloren – und folglich keine Steuern gezahlt.

Der jetzige US-Präsident und frühere Bauunternehmer Donald Trump soll zwischen 1985 und 1994 mehr als eine Milliarde Dollar verloren haben. Das berichtet die “New York Times” auf Grundlage von Trumps Steuerunterlagen, die der Zeitung vorliegen.

Trump habe 1985 geschäftliche Verluste von 46,1 Millionen Dollar gemeldet, so die Recherchen der Zeitung zu den bisher nicht bekannten Dokumenten. Den Unterlagen zufolge soll er innerhalb von zehn Jahren insgesamt Verluste von 1,17 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) gemacht haben, so die „New York Times“. Im Vergleich mit anderen einkommensstarken Privatpersonen scheine Trump „mehr Geld als nahezu jeder amerikanische Steuerzahler“ verloren zu haben, so die Zeitung. Wegen der Verluste habe er in acht der zehn Jahre keine Einkommenssteuer gezahlt.

Die Auszüge der Steuererklärungen betreffen nicht den Zeittraum, über den aktuell die Trump-Regierung und der Kongress streiten, geben aber einen bisher unbekannten Einblick in die Finanzverhältnisse des damaligen Geschäftsmannes Trump.

Das Komitee für Mittel und Wege im Repräsentantenhaus („Committee on Ways and Means“) unter dem Ausschussvorsitzenden und Demokraten Richard Neal hatte die US-Steuerbehörde IRS um Trumps persönliche Steuerbescheinigungen der Jahre 2013 bis 2018 gebeten. Finanzminister Steven Mnuchin lehnte das am Montag ab. Sein Ministerium sei „nicht befugt, die angeforderten (Steuer-) Erklärungen und Informationen offen zu legen“, so Mnuchin. Diese Reaktion war erwartet worden. Es wird aber davon ausgegangen, dass sie einen Rechtsstreit über Trumps Steuererklärungen auslöst.

Trump ist der erste Präsident seit dem Watergate-Skandal – einer Reihe von Missbräuchen durch Regierungsvollmachten –, der seine Steuererklärungen nicht öffentlich macht.

(juju/dpa)
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