1. Politik
  2. Ausland

Barack Obama will wohl wegen Hackerangriffen Sanktionen gegen Moskau

Hackerangriffe im Wahlkampf : Barack Obama will wohl Sanktionen gegen Moskau

Der scheidende US-Präsident Barack Obama steht laut einem Bericht kurz davor, Strafmaßnahmen gegen Moskau zu verhängen. Hintergrund sind mögliche Hackerangriffe Russlands im US-Wahlkampf. Obamas Nachfolger Donald Trump ist dagegen.

Die US-Regierung könnte noch in dieser Woche entsprechende Maßnahmen verkünden, meldet die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sind unter anderem Wirtschaftssanktionen und diplomatische Schritte vorgesehen.

Nach Informationen des Senders CNN könnten auch die Namen von Verdächtigen genannt werden, die nach Ansicht der US-Geheimdienste an russischen Cyberattacken gegen die Demokratische Partei der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton beteiligt waren. Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte die russische Führung für die Angriffe verantwortlich gemacht. Moskau wies die Anschuldigungen zurück.

Obama hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach eigener Aussage bereits im September aufgefordert, die Einmischung in den US-Wahlkampf durch Cyberattacken zu stoppen und dem Kreml-Chef mit "ernsthaften Konsequenzen" gedroht, falls er die Angriffe nicht unterbinde.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im Sommer gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Der Geheimdienst CIA kam laut Berichten zu der Einschätzung, dass Russland durch die Cyberattacken gezielt in die Wahl eingegriffen habe, um Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. Obama hatte vor einigen Tagen deutlich wie nie Vergeltung für die Angriffe angekündigt.

Der zukünftige US-Präsident Donald Trump hat sich derweil gegen Maßnahmen ausgesprochen. Man sollte die Sache auf sich beruhen lassen, sagte der Republikaner auf die Frage eines Journalisten. "Ich glaube, Computer haben unser Leben sehr kompliziert gemacht. Das ganze Computerzeitalter hat dazu geführt, dass niemand so genau weiß, was eigentlich vor sich geht."

(crwo/dpa/afp)