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Syrien-Konflikt: Ban Ki Moon verlangt von Iran und Russland Druck auf syrische Führung

Syrien-Konflikt : Ban Ki Moon verlangt von Iran und Russland Druck auf syrische Führung

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Russland und den Iran aufgerufen, die mit ihnen verbündete Führung in Syrien zu einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu drängen.

Die Vertreter aus Damaskus müssten mit "einer konstruktiveren Haltung" zu neuen Gesprächen mit der syrischen Opposition nach Genf reisen, sagte Ban am Freitag in New York. Zuvor hatte der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi an einem informellen Treffen der UN-Vollversammlung zum Bürgerkrieg in Syrien teilgenommen. Brahimi soll am Sonntag zu Beratungen in den Iran reisen.

Am Samstag jährt sich zum dritten Mal der Beginn der Proteste gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, die in der Folge zu einem Bürgerkrieg mit inzwischen mehr als 140.000 Toten eskalierten. Die internationalen Bemühungen um eine Lösung des Konflikts führten bisher zu keinem Ergebnis. Zwar fanden im Januar auf Initiative Moskaus und Washingtons in Genf erstmals direkte Gespräche zwischen Opposition und Regierung statt, doch brachten sie keine Annäherung.

Auch die zweite Runde der Verhandlungen unter Vermittlung Brahimis brachte Ende Februar kein konkretes Ergebnis. Letztlich konnten sich die beiden Seiten nicht einmal auf eine Gesprächsagenda einigen: Während die Regierung über die Bekämpfung des Terrorismus sprechen wollte, beharrte die Opposition darauf, über die Bildung einer Übergangsregierung zu diskutieren. Ein Datum für eine dritte Runde wurde nicht vereinbart.

(AFP)