Vor Gipfeltreffen in Madrid Baerbock begrüßt grünes Licht der Türkei für Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands

Berlin/Madrid · Außenministerin Annalena Baerbock hat sich erleichtert darüber geäußert, dass die Türkei ihren Widerstand gegen den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands aufgegeben hat. Damit werde der Plan des russischen Präsidenten Wladimir Putin durchkreuzt, das Militärbündnis zu spalten, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

 Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin von Deutschland.

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin von Deutschland.

Foto: dpa/Tobias Schwarz

„Jetzt ist das Wichtigste, dass wir deutlich machen: Wir stehen beieinander, wir stehen miteinander“, sagte Außenministerin Annalena Baerbock kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in Madrid am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

Beide nordischen Staaten, Schweden und Finnland, seien starke liberale Demokratien und hätten auch starke eigene Armeen, daher werde ihr Beitritt die Nato deutlich stärken, sagte Baerbock. Zugleich seien sie in dieser Zeit aber „verwundbar“ und fürchteten angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine um ihre Sicherheit. Daher setze sich Deutschland dafür ein, dass es keine lange Übergangszeit bis zum Beitritt gebe.

Zu der wochenlangen Blockade der Türkei in der Frage sagte Baerbock, es gebe immer auch unterschiedliche Interessen der einzelnen Nato-Mitglieder. Es seien keine einfachen Wochen gewesen.

Zur geplanten Aufstockung der schnellen Eingreiftruppe sagte Baerbock, damit mache die Allianz deutlich, dass sie jeden Zentimenter des Bündnisgebiets verteidigen werde. Es sei eine „neue, bittere Realität“, dass sich die Nato mit Blick auf Russland jetzt besser verteidigen können müsse. Das eigentliche Ziel bleibe aber, gemeinsam in Europa in Frieden zu leben.

(dni/dpa/AFP)