Drei Tote 15 Vermisste nach Absturz von US-Militärflugzeug in Australien gefunden

Update | Sydney/Darwin · Drei US-Marinesoldaten starben beim Absturz der Militärmaschine in Australiens Norden. Jetzt konnten 15 Überlebende des Unglücks während des Militärmanövers geborgen werden.

In Darwin sind ein Hubschrauber und ein Krankenwagen an der Rettungsaktion nach dem Flugzeugabsturz beteiligt.

In Darwin sind ein Hubschrauber und ein Krankenwagen an der Rettungsaktion nach dem Flugzeugabsturz beteiligt.

Foto: dpa/Uncredited

Einen Tag nach dem Absturz einer US-Militärmaschine mit drei Toten und acht Schwerverletzten während Manövern in Australien sind die restlichen Flugzeuginsassen weitgehend unversehrt gerettet worden. Die Behörden bestätigten am Montag, dass die noch vermissten 15 Marinesoldaten inzwischen gefunden worden seien. Sie hätten entweder leichte Verletzungen erlitten oder seien unverletzt geblieben.

Der Polizeichef der nördlichen Territorien, Michael Murphy, beschrieb die Absturzstelle als „dichtes Buschland“. In örtlichen Medien sagte er, dass den Rettungsarbeiten in der schwer zugänglichen Gegend die Nähe einer Landebahn zugute gekommen sei. Dadurch sowie dank gut koordinierter Rettungsmaßnahmen hätten einige Verletzte schneller behandelt werden können - „was wahrscheinlich einige Leben gerettet hat“.

Beim Absturz des US-Militärflugzeugs waren drei US-amerikanische Marineinfanteristen getötet worden. Fünf der insgesamt 23 Insassen der verunglückten Maschine vom Typ Bell Boeing V-22 Osprey waren nach dem Absturz auf Melville Island in ernstem Zustand in das 80 Kilometer entfernte Darwin geflogen worden. Zur Ursache des Absturzes bei einer gemeinsamen Militärübung der USA, Australiens, Indonesiens, der Philippinen und Ost-Timors werde ermittelt.

Melville Island gehört zu den Tiwi Islands im Norden des Kontinents. Die Militärübung sollte sich auf diese Gegend und Darwin konzentrieren. Beteiligt waren 2500 Soldaten. Murphy teilte mit, die verunglückte Maschine sei am Sonntag von Darwin auf die Insel geflogen. In Darwin sind derzeit rund 150 US-Marineinfanteristen stationiert.

Während einer Militärübung mit den USA waren im Juli vier australische Besatzungsmitglieder bei einem Helikopterabsturz vor der Nordostküste Australiens getötet worden.

Ospreys sind Kipprotor-Flugzeuge, die der US-Luftwaffe zufolge wie Hubschrauber senkrecht starten können und über die Geschwindigkeit eines Turboprop-Flugzeugs verfügen. In der Vergangenheit waren Ospreys in mehrere tödliche Unfälle verwickelt.

(juju/boot/AFP/AP)
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