Atomstreit mit Iran: US-Außenminister John Kerry glaubt an Lösung

Verhandlungen mit Iran : US-Außenminister sieht weiter Chance für einen Deal im Atomstreit

Der US-Außenminister John Kerry hält trotz Meinungsverschiedenheiten an einem Deal mit dem Iran in dem Streit um dessen Atomprogramm fest. Auch aus dem Iran gibt es weiterhin positive Signale.

US-Außenminister John Kerry hat in Paris mit seinen Kollegen aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien und mit der EU-Außenbeauftragten über das umstrittene iranische Atomprogramm beraten. "Wir wollen eine solide Vereinbarung mit Teheran, es gibt noch Lücken und Divergenzen", sagte Kerry am Samstag. Der Iran müsse der Welt zeigen, dass sein Atomprogramm friedlich sei. "Wir brauchen den richtigen Deal."

Kerry besprach mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Philip Hammond aus Großbritannien und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini das weitere Vorgehen in der Iran-Frage. Der US-Außenminister hatte in Montreux und Riad Gespräche über das iranische Atomprogramm geführt.

Teheran hatte sich zuvor optimistisch zu den Erfolgsaussichten der Atomverhandlungen geäußert. "Die Aussichten auf einen Erfolg stehen besser als die auf ein Scheitern", sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif laut IRNA Nachrichtenagentur am Samstag. Ein Scheitern wäre allerdings "nicht das Ende der Welt".

Sarif und Kerry wollen Mitte März die Weichen für eine Grundsatzeinigung in dem zwölfjährigen Atomstreit stellen. Ein umfassendes Abkommen soll dann bis Juli erzielt werden. Es soll sicherstellen, dass Teheran sein ziviles Atomprogramm nicht zum Bau einer Atombombe nutzt.

(dpa)
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