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Krise im Nahen Osten: Atommaterial im Irak gestohlen - IAEO sieht aber keine Gefahr

Krise im Nahen Osten : Atommaterial im Irak gestohlen - IAEO sieht aber keine Gefahr

In dem von sunnitischen Extremisten beherrschten Gebiet im Irak ist Atommaterial gestohlen worden. Die Internationale Atomenergie-Behörde erklärte aber am Donnerstag in Wien, davon gingen keine Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken aus. Auch trage das Material nicht zur Gefahr einer Weiterverbreitung von Atomwaffen bei.

Es gehe um schwach strahlendes Material, das aus der Universität Mossul abhandengekommen sei. Ein bedeutsames Risiko gehe davon nicht aus. Die IAEO gab aber keine weiteren Informationen preis, um welchen Stoff es sich handelt, welche Menge fehlt und wer es gestohlen hat.

Mossul war im Juni von Kämpfern der Organisation Islamischer Staat besetzt worden. Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Extremistengruppe im Nordwestirak auch eine Chemiewaffenanlage unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Dort sind nach UN-Angaben 2500 Raketen gelagert, die vor Jahrzehnten mit dem Nervengas Sarin gefüllt wurden.

Die Gruppe Islamischer Staat kontrolliert inzwischen ganze Regionen in Syrien wie im Irak. Vergangene Woche rief ihr Anführer Abu Bakr al-Bagdadi in dem von ihm gehaltenen Gebiet ein Kalifat aus.

(ap)