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Asien-Pazifik-Gipfel: China und Japan reden wieder miteinander

Nach zwei Jahren Funkstille : China und Japan reden wieder miteinander

Seit mehr als zwei Jahren herrschte praktisch Funkstille zwischen Peking und Tokio. Just vor dem Apec-Gipfel reden Chinas Präsident und der japanische Regierungschef wieder miteinander.

Nach mehr als zwei Jahren Eiszeit zwischen Peking und Tokio wächst die Hoffnung auf ein diplomatisches Tauwetter: Vor dem Gipfel der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec ist Chinas Präsident Xi Jinping mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe zusammengetroffen.

Die Begegnung fand am Montag in der Großen Halle des Volkes statt, Xi und Abe schüttelten sich vor laufenden Kameras die Hände. Erst am Samstag hatten sich die Außenminister Chinas und Japans getroffen, was als Zeichen für ein bevorstehendes Gespräch zwischen Xi und Abe gewertet wurde.

Abe sagte nach den Gesprächen, die beiden Länder hätten einen "ersten Schritt" auf dem Weg zu einer Verbesserung ihrer Beziehungen gemacht. "Ich glaube, dass nicht nur unsere asiatischen Nachbarn, sondern auch viele andere Länder lange gehofft haben, dass Japan und China Gespräche halten", sagte der japanische Regierungschef.

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Xi habe Japan aufgefordert, "mehr Dinge zu tun, die dabei helfen, das gegenseitige Vertrauen zwischen Japan und seinen Nachbarländern zu verbessern".
Japan solle zudem eine konstruktive Rolle bei der Sicherung von Frieden und Stabilität in der Region spielen.

Seit September 2012 hatte es zwischen den beiden Ländern keine Treffen auf hochrangiger Ebene mehr gegeben. Das lag an einem Streit um umbewohnte Inseln im Ostchinesischen Meer, die beide Länder für sich beanspruchen.

 Die Gewässer vor den Inseln sind fischreich, und es befinden sich dort große Gasvorkommen. China nennt sie Diaoyu, Japan Senkaku.
Die Gewässer vor den Inseln sind fischreich, und es befinden sich dort große Gasvorkommen. China nennt sie Diaoyu, Japan Senkaku. Foto: dpa, epa Hiroya Shimoji

Der Hintergrund: Die Gewässer vor den Inseln sind fischreich, und es befinden sich dort große Gasvorkommen. Peking hält Japan vor, die Inseln 1895 gestohlen zu haben und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht an China zurückgegeben zu haben. China nennt sie Diaoyu, Japan Senkaku.

Deren Einverleibung durch Japan 2012 hatte Peking erzürnt. Der Disput befeuerte die Sorge vor einer militärischen Konfrontation zwischen den größten Volkswirtschaften Asiens, zumal immer wieder chinesische Patrouillenschiffe in die Gewässer rund um die Inseln eindrangen.

Für Unmut in Peking sorgte zudem Abes Besuch des Kriegsschreins Yasukuni in Tokio, mit dem den während des Zweiten Weltkriegs getöteten Soldaten Japans gedacht wird, darunter hingerichtete Kriegsverbrecher. Dies wertete Peking als Zeichen der Taktlosigkeit in Anbetracht der chinesischen Leidensgeschichte während der japanischen Besatzung.

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Doch am vergangenen Freitag versprachen Peking und Tokio in einer gemeinsamen Erklärung, wieder auf Annäherungskurs zu gehen: Der politische und diplomatische Dialog solle schrittweise wieder aufgenommen werden. Dies gelte auch bei Sicherheitsthemen.

(ap)