Anschlag in London: Khalid Masood stand offenbar schon 2010 unter Verdacht

Khalid Masood: Londoner Attentäter stand offenbar schon 2010 unter Verdacht

Gegen den Attentäter von London soll bereits 2010 ermittelt worden sein. Laut einem Medienbericht standen die Untersuchungen damals im Zusammenhang mit einem geplanten Anschlag auf einen Armeestandort in Luton nördlich von London.

Der 52-jährige Attentäter, Khalid Masood, habe möglicherweise Kontakte zu vier vom Terrornetzwerk Al-Kaida inspirierten Männern gehabt, die 2013 für den Komplott verhaftet worden seien. Das berichtet der "Daily Telegraph" unter Berufung auf den britischen Inlandsgeheimdienst MI5. Danach habe man ihn aus den Augen verloren.

Masood war am Mittwoch mit einem Wagen gezielt in Passanten auf der Westminster-Brücke in London gefahren. Er tötete drei Menschen, anschließend erstach er einen Polizisten vor dem Parlament. Der Attentäter wurde von Sicherheitskräften erschossen. 50 Menschen wurden teils schwer verletzt.

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Unterdessen wurden weitere Details über die Vergangenheit Masoods bekannt. So soll ihn seine zweite Frau nur drei Monate nach ihrer Hochzeit 2004 verlassen haben. Er habe Gewalt gegen sie angewendet und sie kontrollieren wollen, sagte ein Verwandter britischen Medien.

Zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag waren am Montag noch in Haft. Ein 30-Jähriger wurde am Sonntag in Birmingham festgenommen, ein 58-Jähriger war bereits am Donnerstag bei Razzien in Englands zweitgrößter Stadt gefasst worden. Neun weitere Menschen, die nach dem Anschlag zeitweise festgehalten worden waren, sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Eine in Manchester gefasste Frau ist auf Kaution bis Ende März wieder frei.

(maxk/dpa)