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Ministerin unverletzt, Leibwächter und Fahrer getötet: Anschlag auf irakische Ministerin

Ministerin unverletzt, Leibwächter und Fahrer getötet : Anschlag auf irakische Ministerin

Bagdad (rpo). Unbekannte haben nach Angaben der US-Armee versucht, die irakische Ministerin für öffentliche Arbeiten, Nisrin Berwari, zu töten. Bei dem Anschlag auf den Fahrzeugkonvoi kamen ein Leibwächter und ihr Fahrer ums Leben.

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p class="text"><P>Bagdad (rpo). Unbekannte haben nach Angaben der US-Armee versucht, die irakische Ministerin für öffentliche Arbeiten, Nisrin Berwari, zu töten. Bei dem Anschlag auf den Fahrzeugkonvoi kamen ein Leibwächter und ihr Fahrer ums Leben.

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p class="text">Nisrin Berwari blieb nach Angaben der US-Armee unverletzt. Zwei Menschen wurden verletzt. Bei weiteren Anschlägen in der Stadt wurden am Wochenende vier Zivilisten getötet. Seit Freitag wurden in Irak mindestens 23 Menschen getötet, hieß es in einer Bilanz vom Sonntag.

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p class="text">Nach Polizeiangaben handelt es sich bei beiden Getöteten um Leibwächter. Berwari habe in einem anderen Wagen gesessen, der von den Schüssen nicht getroffen worden sei. Sie gehört der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) an. Berwari ist eine von fünf kurdischen Ministern im irakischen Verwaltungsrat. Es gibt 20 weitere Minister. Im September fiel die Politikerin Akila el Haschimi in Bagdad einem Mordanschlag zum Opfer.

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p class="text">Vier weitere Tote in Mossul

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p class="text">Am Sonntag wurden in Mossul außerdem zwei Wachleute für Experten des US-Unternehemens Generel Electric erschossen. Bei den Toten handelt es sich um einen Briten und einen Kanadier. Die in einem zweiten Wagen fahrenden General-Electric-Mitarbeiter konnten flüchten. Nach Angaben von Augenzeugen wurde ebenfalls am Sonntag ein US-Militärfahrzeug im Westen von Mossul von einer Rakete getroffen. Nähere Angaben lagen zunächst nicht vor. Am Samstag kostete ein Raketenangriff auf ein Regierungsgebäude in Mossul zwei Menschen das Leben, 14 weitere wurden verletzt.

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p class="text">Auch irakische Polizisten sind weiter im Fadenkreuz der Aufständischen: Bei einem Anschlag auf das Haus eines Polizisten in Bakuba wurden am Sonntag fünf Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. In Kirkuk wurde ein Sprengsatz an einer Kreuzung gezündet, an der sonst Polizeiautos parken. Drei Zivilisten wurden verletzt.

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p class="text">US-Marineinfanteristen begannen in Falludscha eine Offensive gegen Aufständische, nachdem am Freitag bei stundenlangen Kämpfen ein Soldat getötet und sieben weitere verwundet wurden. Ein Kameramann des US-Fernsehsenders ABC sowie vier weitere Iraker wurden ebenfalls in Falludscha getötet. Die Marineinfanterie hat die Kontrolle über die Region Falludscha gerade von US-Heereseinheiten übernommen. Falludscha, inmitten des so genannten sunnitischen Dreiecks gelegen, ist eines der Zentren des militanten Widerstands gegen die US-Besetzung.

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p class="text">Raubüberfall im Süden

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p class="text">Bei der Explosion einer Bombe in Bagdad wurden am Samstag fünf Iraker verletzt. Wie ein US-Militärsprecher mitteilte, detonierte der Sprengsatz, als zwei Geländewagen eine Straße im Stadtzentrum entlangfuhren. Im Süden des Landes wurde der irakische Fahrer eines Lastwagens erschossen, der japanische Soldaten mit Versorgungsgütern beliefern sollte. Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo handelte es sich offensichtlich um einen Raubüberfall.

UN-Generalsekretär Kofi Annan kündigte unterdessen an, einer Untersuchungskommission zu Korruptionsvorwürfen gegen UN-Mitarbeiter uneingeschränkten Zugang zu Dokumenten der Vereinten Nationen zu verschaffen. Außerdem solle die Kommission alle UN-Mitarbeiter vernehmen dürfen, die sie vernehmen wolle, schrieb Annan am Freitag in einem Brief an den Vorsitzenden des Weltsicherheitsrates, Jean-Marc de la Sablière. Im Januar war der Verdacht aufgekommen, Mitarbeiter des Öl-für-Lebensmittel-Programms in Irak hätten Bestechungsgelder akzeptiert.