Ehemaliger Botschaft in Deutschland Andrij Melnyk ist jetzt Vizeaußenminister der Ukraine

Kiew · Nach seiner Demission hat der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland eine neue Aufgabe: Andrij Melnyk ist nach eigenen Angaben nun Vizeaußenminister seines Landes.

 Andrij Melnyk (Archivbild).

Andrij Melnyk (Archivbild).

Foto: dpa/Michael Kappeler

Der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, ist nach eigenen Angaben nun Vizeaußenminister seines Landes. Die Regierung habe ihn am Freitag zu einem der Stellvertreter von Außenminister Dmytro Kuleba ernannt, sagte Melnyk der Deutschen Presse-Agentur. Sein genauer Aufgabenbereich stehe aber noch nicht fest.

Melnyk dankte Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kuleba und der gesamten ukrainischen Regierung für das Vertrauen. „Es ist eine große Ehre und enorme Verantwortung, nach über 25 Jahren meiner Arbeit im diplomatischen Dienst, meiner Heimat in dieser neuen, ganz wichtigen Funktion zu dienen.“ Er freue sich „riesig“ auf die neue Aufgabe.

Melnyk war im Oktober nach fast acht Jahren als Botschafter von dem früheren Sanktionsbeauftragten der Regierung, Oleksii Makeievv, abgelöst worden. Er kehrte nach Kiew zurück, ohne genau zu wissen, welchen Posten er übernehmen würde. Melnyk war allerdings schon lange als Vizeaußenminister im Gespräch.

Der 47-jährige Berufsdiplomat war im Januar 2015 Botschafter in Deutschland geworden und hatte sich mit einer für einen Diplomaten ungewöhnlich harten Gangart gegen die deutsche Staatsführung einen Namen gemacht. In der Zeit kurz vor und nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine forderte er fast täglich mehr Unterstützung für sein Land ein und wurde für seine undiplomatische Art scharf kritisiert. Auch nach seinem Abtritt kommentierte er weiter über Twitter die deutsche Politik.

(felt/dpa)
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