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"Paris spielt in Mali mit dem Feuer": Al Qaida droht Frankreich mit Entführungen

"Paris spielt in Mali mit dem Feuer" : Al Qaida droht Frankreich mit Entführungen

Der Bruder von Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri hat Frankreich wegen des Militäreinsatzes in Mali mit Entführungen gedroht. "Frankreich spielt mit dem Feuer", sagte Mohammed al-Sawahiri dem französischen Magazin "Le Point" vom Montag.

Mit dem "Angriff auf Mali" habe Frankreich die "Zündschnur angezündet" und werde die Konsequenzen tragen müssen. Islamisten könnten Franzosen entführen "um sich zu verteidigen", das sei "normal und legitim". Al-Sawahiri drohte auch mit einer "sehr starken Reaktion" der Islamisten "auf französischem Territorium".

Aiman al-Sawahiri, der nach der Tötung von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden im Mai 2011 neuer Chef des Terrornetzwerks wurde, hatte Frankreich bereits Anfang April gedroht, in Mali das gleiche Schicksal zu erleiden wie die USA "im Irak und in Afghanistan". Frankreich hatte am 11. Januar seinen Militäreinsatz in Mali gestartet, die Islamisten konnten schnell aus den wichtigen Städten des Nordens des westafrikanischen Landes vertrieben werden.

(AFP/felt)