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Afghanische Airline nimmt Inlandsflugverkehr wieder auf

Auch UN startet humanitäre Flüge : Afghanische Airline nimmt Inlandsflugverkehr wieder auf

Die Fluggesellschaft Ariana plant nach Absprache mit den Taliban, noch heute mit den Flügen in Afghanistan zu beginnen. Die UN fliegt Ziele im Norden und Süden des Landes an, um humanitäre Maßnahmen zu erhalten.

Die afghanische Fluggesellschaft Ariana hat die Wiederaufnahme des im Zuge der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban ausgesetzten Inlandsflugverkehrs angekündigt. "Wir haben grünes Licht von den Taliban und den Luftfahrtbehörden erhalten und planen heute mit Flügen zu beginnen", sagte ein Unternehmensvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Ariana Afghan Airlines verfügt über eine kleine Flotte oft veralteter Flugzeuge. In der EU und den USA darf die Gesellschaft deshalb nicht operieren.

Auch die Vereinten Nationen fliegen erneut aus humanitären Gründen in den Norden und Süden Afghanistans. Die zuständige UN-Behörde unternehme Flüge, "um 160 humanitären Organisationen zu ermöglichen, ihre lebensrettenden Aktivitäten in den Provinzen Afghanistans fortzusetzen", sagte ein Sprecher. Die Flüge verbinden demnach die pakistanische Hauptstadt Islamabad mit der nördlichen Stadt Masar-i-Scharif und mit Kandahar im Süden. In Masar-i-Scharif seien diese Woche bereits drei UN-Flüge gelandet.

Nach Angaben des Sprechers sollen schon bald weitere Ziele angesteuert werden. "Von 2002 bis 2021 hat der UN Humanitarian Air Service in Afghanistan mehr als 20 Ziele im Land angeflogen", sagte er.

"Sobald die Sicherheitslage und die Finanzierung es zulassen, werden wir versuchen, zu diesen Zielen zurückzukehren." Es werde zudem an der Einrichtung einer Luftfrachtbrücke für den Transport von medizinischen und anderen Hilfsgütern gearbeitet.

(lils/AFP)