Libyen: Acht Tote bei neuen Gefechten in Bengasi

Libyen : Acht Tote bei neuen Gefechten in Bengasi

In der ostlibyschen Stadt Bengasi sind am Sonntag bei Kämpfen zwischen bewaffneten Islamisten und Einheiten des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar mindestens acht Menschen getötet worden. 15 Menschen wurden verletzt, teilten Ärzte und Armeevertreter mit.

Haftars Soldaten griffen am Sonntagmorgen das Viertel Sidi Fradsch an, das als Hochburg islamistischer Gruppen wie der Ansar-al-Scharia-Miliz gilt. Beide Seiten lieferten sich heftige Gefechte. Haftar hatte im Mai eine Militäroffensive gegen die Islamisten in Libyen gestartet. Die Behörden bezichtigten den abtrünnigen General des "Staatsstreichs", doch Teile der Armee schlugen sich auf seine Seite. Haftar war an der Rebellion gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi beteiligt, der 2011 getötet wurde. Er versichert, dass er den "Terrorismus ausmerzen" und eine "nationale Armee" bilden wolle. Seine wirklichen Absichten liegen im Dunkeln.

(DEU)
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