Abtreibungsgegner Steve King findet Vergewaltigung nicht so schlimm

US-Kongressabgeordneter : Abtreibungsgegner findet Vergewaltigung nicht so schlimm

Im Kampf für eine radikales Abtreibungsverbot will der US-Kongressabgeordnete Steve King sogar Vergewaltigung und Inzest positive Seiten abgewinnen. Selbst Parteikollegen sind fassungslos.

Er frage sich, ob überhaupt noch Menschen existieren würden, wenn keine auf diese Weise gezeugten Kinder zur Welt gekommen wären, sagte King laut einem Bericht der Zeitung „The Des Moines Register“ am Mittwoch. „Denkt an all die Kriege und all die Vergewaltigungen und Plündereien, die stattgefunden haben.“

Der Republikaner King kämpft für ein Gesetz, das eine Abtreibung auch nach Vergewaltigung und Inzest verbietet. Sein Argument: Das ungeborene Kind könne ja nichts für die „Sünden des Vaters oder der Mutter. Sein Sprecher reagierte nicht auf die Bitte der Nachrichtenagentur AP um eine Stellungnahme.

Kings Argumentation war selbst Abtreibungsgegnern zu abenteuerlich. Er sei selbst zu 100 Prozent für den Schutz ungeborenen Lebens, sagte Kings innerparteilicher Rivale Randy Feenstra. Aber die grotesken Kommentare des Abgeordneten schadeten diesem Ziel. Die Nummer drei der Republikaner im Repräsentantenhaus, Liz Cheney, nannte Kings Argumentation „haarstäubend und bizarr“ und sagte: „Es ist Zeit für ihn, zu gehen.“

(lukra/dpa)
Mehr von RP ONLINE