Blutvergießen nimmt kein Ende: 51 Tote bei Massakern im Irak

Blutvergießen nimmt kein Ende : 51 Tote bei Massakern im Irak

Bei einer neuen Welle von Entführungen und Anschlägen im Irak sind am Freitag mindestens 51 Menschen getötet worden.

Allein vor der sunnitischen Stadt Tarmijah nördlich von Bagdad wurden nach Behördenangaben die Leichen von 18 Männern entdeckt, die Stunden zuvor von Bewaffneten in Militäruniformen verschleppt worden waren. Die Opfer wiesen laut Polizei Schusswunden in Kopf und Brust auf.

Den Familien der Entführten war am Morgen erzählt worden, ihre Nächsten würden als Verdächtige zu einer Anhörung gebracht. Unter ihnen waren den Angaben zufolge zwei Stammesführer, vier Polizisten und ein Militärkommandeur.

In der Provinz Salaheddin ebenfalls nördlich der Hauptstadt wurden die Leichen von sieben Bauarbeitern gefunden. Ihnen waren die Kehlen durchgeschnitten worden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Männer hatten an einem Fußballplatz gearbeitet. Im Osten Bagdads wurden die Leichen von drei Frauen entdeckt. Sie wiesen nach offiziellen Angaben Folterspuren auf und waren mit Kopfschüssen getötet worden.

Anschlägen in mehreren Städten des Landes fielen am Freitag laut Regierungsvertretern mindestens 23 weitere Menschen zum Opfer. Die Attacken richteten sich unter anderem gegen eine Fußballanlage und ein Bordell in Bagdad.

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Der Irak wird seit Beginn des Jahres von einer besonders heftigen Welle der Gewalt erschüttert, die bislang mehr als 6000 Menschen das Leben kostete. Diplomaten und Menschenrechtsgruppen werfen der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki vor, nicht ausreichend auf Klagen der sunnitischen Minderheit zu reagieren. Diese fühlt sich durch die schiitisch geführten Behörden misshandelt und benachteiligt.

(AFP)
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